Preisentwicklung Wohneigentum
Die wachsende Nachfrage nach Wohneigentum führt 2025 im Kanton Graubünden zu überdurchschnittlichen Preissteigerungen, insbesondere in den Regionen Surselva, Albula, Viamala und Imboden.
Preisniveau Wohneigentum
Die Immobilienpreise in Graubünden variieren stark: Ein Einfamilienhaus (140 m², 600 m² Grundstück) kostet im Schnitt über CHF 1.3 Mio., in Chur, Klosters oder Davos bis zu CHF 1.8 Mio., während Eigentumswohnungen (110 m²) im Schnitt CHF 950’000 kosten, in günstigeren Regionen teils unter CHF 700’000.
Mietwohnungsmarkt
Die Neumieten in Graubünden sind innert eines Jahres um 4.4% gestiegen, während die durchschnittliche Miete für eine 90-m²-Wohnung bei CHF 1’865 pro Monat liegt. Mit einer Leerwohnungsziffer von nur 0.6% bleibt der Wohnungsmarkt angespannt, besonders in Orten wie Chur oder Davos, wo die Quote unter 0.25% liegt.
Bevölkerung und Zuwanderung
Das Bevölkerungswachstum in Graubünden verlangsamt sich 2025 auf +0.4% (Schweiz: +0.8%) aufgrund von Wohnungsknappheit, hohen Preisen und einem negativen Geburtensaldo. Das Wachstum wird nur durch internationale Zuwanderung getragen, während weiterhin eine Nettoabwanderung in andere Kantone stattfindet.
Wohnbautätigkeit
Die Wohnungsbilanz in Graubünden zeigt 2024 mit 1’400 neuen Wohneinheiten eine leicht gestiegene, aber weiterhin unterdurchschnittliche Neubauaktivität. Während Regionen wie Moesa (+2.1%) und Viamala (+1.8%) ein starkes Wachstum verzeichnen, bleibt der Ausbau in nachfragestarken Gebieten wie Maloja (+0.5%) und Imboden (+0.7%) hinter den Bedürfnissen zurück.
Schwerpunktthema Zweitwohnungen
Der Kanton Graubünden ist stark vom Zweitwohnungsmarkt geprägt, da fast die Hälfte des Wohnungsbestands aus Ferienwohnungen besteht, was den Druck auf den ohnehin angespannten Erstwohnungsmarkt erhöht und bezahlbaren Wohnraum für Einheimische knapp macht. Die Preise für Ferienwohnungen sind seit 2020 um 45% gestiegen und haben sich 2025 auf hohem Niveau stabilisiert, während auch die Erstwohnungsmarktpreise um 30% gestiegen sind.