Wohnungsbilanz Kanton Graubünden: Wachstum auf tiefem Niveau
Die Entwicklung der Wohnbaubilanz zeigt, dass sich die Ausweitung des Wohnungsangebots über die letzten zehn Jahre verlangsamt hat. Nach einem Tiefpunkt im Jahr 2021 ist die Neubauaktivität wieder leicht gestiegen und lag 2024 (aktuellste verfügbare Daten) bei rund 1’300 neu erstellten Einheiten. Unter Berücksichtigung von Umbauten und Abbrüchen ergibt sich ein Nettozuwachs von gut 1’400 Wohnungen.
Grosse regionale Unterschiede bei der Erstellung von Wohnraum
Zwischen 2019 und 2024 wurde der Wohnungsbestand im Kanton Graubünden jährlich um durchschnittlich 1.2 % erweitert. Damit liegt die Bautätigkeit leicht über dem schweizweiten Durchschnitt von 1.1 %. Die regionalen Unterschiede fallen jedoch erheblich aus und reichen von 0.5 % in der Region Maloja bis zu 2.1 % in der Region Moesa. Insbesondere in Regionen mit bereits knappem Wohnungsangebot erschweren raumplanerische Vorgaben, fehlendes Bauland sowie hohe Baukosten die Realisierung neuer Wohnbauprojekte.