Wohnungsbilanz Kanton Graubünden: Neubauaktivität wächst leicht
Die kantonale Wohnungsbilanz zeigt, wie sich das tatsächliche Angebot an Wohnraum durch Neubauten, Umbauten und Abbrüche verändert. Im Jahr 2024 lag die Nettoproduktion in Graubünden bei rund 1’400 Wohneinheiten und damit erneut unter dem langjährigen Durchschnitt von etwa 1’600 Einheiten.
Mehrere Faktoren bremsen die Bautätigkeit: die zunehmende Baulandknappheit, gestiegene Baukosten, raumplanerische Auflagen sowie Anforderungen hinsichtlich Lärm- und Denkmalschutz. Diese Rahmenbedingungen erschweren die Realisierung neuer Projekte und tragen dazu bei, dass sich das Wohnraumangebot nur langsam erweitert – trotz anhaltend hoher Nachfrage.
Verstärkte Angebotsausweitung in den Regionen Moesa und Viamala
Die Entwicklung des Wohnungsbestands verläuft im Kanton Graubünden sehr unterschiedlich. Das stärkste jährliche Wachstum verzeichnen die Regionen Moesa (+2.1%) und Viamala (+1.8%), wo in den letzten Jahren vergleichsweise viele neue Wohnungen entstanden sind.
Deutlich tiefer liegt die Bautätigkeit in den Regionen Maloja (+0.5%) und Imboden (+0.7%). Also ausgerechnet dort, wo die Nachfrage nach Wohnraum besonders hoch ist. Damit wird das Angebot in den am stärksten angespannten Gebieten nur langsam erweitert, was die Knappheit zusätzlich verschärft.