Entwicklung der Angebotsmieten flacht leicht ab.
Nach dem starken Mietpreisanstieg der vergangenen Quartale zeichnet sich im Frühjahr 2026 eine gewisse Beruhigung am Bündner Mietwohnungsmarkt ab. Auf Jahresbasis stiegen die Angebotsmieten gemäss Auswertung der publizierten Inserate um 2.6 %. Auch schweizweit hat sich die Dynamik abgeschwächt, wobei die Zunahme mit +3.5 % weiterhin deutlich über dem kantonalen Wert liegt. Aufgrund der anhaltenden Angebotsknappheit ist jedoch weiterhin von steigenden Mieten auszugehen.
Preisniveau Angebotsmieten nach Region
Eine typische Mietwohnung mit 90 m² Wohnfläche wird in Graubünden zu rund CHF 1’880 pro Monat ausgeschrieben, exklusive Nebenkosten. Damit liegen die Wohnkosten für Mietende rund 5 % über dem schweizweiten Durchschnitt von CHF 1’795 pro Monat. Zwischen den einzelnen Regionen bestehen dabei erhebliche Unterschiede beim Mietpreisniveau. Für die Bevölkerung sowie für Unternehmen bleibt die angespannte Situation am Wohnungsmarkt weiterhin eine grosse Herausforderung.
Kaum Leerstände und anhaltende Wohnungsknappheit
Mit einer Leerwohnungsziffer von lediglich 0.6 % weist Graubünden bereits seit mehreren Jahren eine ausgeprägte Wohnungsknappheit auf. Die geringe Verfügbarkeit von Wohnraum dürfte kurz- bis mittelfristig sowohl bei Eigenheimen als auch bei Mietwohnungen zu weiterem Preisdruck führen. Auch schweizweit zeigt sich der Wohnungsmarkt angespannt, wobei die Leerwohnungsquote mit 1.0 % weiterhin leicht über dem Bündner Niveau liegt.
Leerwohnungsziffer Gemeinden (2025), in %
Die Leerstandskarte verdeutlicht die angespannte Situation auf dem Bündner Wohnungsmarkt. In vielen Gemeinden ist kaum mehr verfügbarer Wohnraum vorhanden. In Chur, Landquart sowie den umliegenden Ortschaften liegt die Leerwohnungsziffer bei unter 0.25 %. Ebenso tief ist die Quote in den Gemeinden Klosters, Davos, Albula und Vaz/Obervaz. Etwas ausgeglichener zeigt sich der Wohnungsmarkt lediglich in den Regionen Moesa und Bernina sowie in einzelnen weiteren Gemeinden.