Anstieg der Neumieten setzt sich fort
Mieter auf Wohnungssuche müssen sowohl schweizweit als auch im Kanton weiterhin mit höheren Wohnkosten rechnen.
Innert Jahresfrist sind die in Inseraten ausgeschriebenen Angebotsmieten (auch Neumieten) in Graubünden um 4.4% gestiegen (Schweiz: +4.7%).
Für Haushalte in bestehenden Mietverhältnissen zeichnen sich aufgrund der Senkungen des Referenzzinssatzes hingegen keine Mieterhöhungen ab.
Preisniveau Angebotsmieten nach Region
Eine typische Wohnung mit rund 90 m² Wohnfläche kostet im Kanton Graubünden durchschnittlich CHF 1’865 pro Monat, exklusive Nebenkosten. Damit liegt das Mietniveau stabil, aber weiterhin auf hohem Niveau.
In der Region Maloja werden für vergleichbare Wohnungen rund 40% höhere Mieten verlangt. Diese Preisdifferenz verdeutlicht, wie stark die Lage die Mietkosten prägt.
Für Einheimische, Unternehmen und Tourismusbetriebe wird der knappe und teure Wohnraum zunehmend zur Herausforderung. Bezahlbare Alternativen sind vielerorts kaum verfügbar.
Tiefer Leerstand signalisiert Wohnungsknappheit
Wie angespannt der kantonale Wohnungsmarkt ist, lässt sich an der anhaltend tiefen Leerwohnungsziffer ablesen.
Am Stichtag 1. Juni 2025 lag diese im Kanton bei 0.6%, während schweizweit 1% der Wohnungen als ungenutzt registriert wurden.
Von den rund 1’000 leer stehenden Wohneinheiten in Graubünden handelt es sich bei gut 600 um Mietobjekte, bei den übrigen um Wohneigentum.
Leerwohnungsziffer Gemeinden (2025) in %
Die Verfügbarkeit von Wohnraum ist flächendeckend tief, wie die Leerwohnungsziffer auf Gemeindeebene zeigt.
Nur in wenigen Ortschaften liegt die Quote über 1.5%, dem amtlichen Richtwert für Wohnungsknappheit. Diese liegen vorwiegend in den Südtälern Misox, Bernina und Val Müstair.
In Chur, Davos, Pontresina und vielen anderen Gemeinden liegt die Leerstandsquote hingegen unter 0.25%.