Entwicklung der Wohnbevölkerung: Leicht abgeschwächtes Wachstum im laufenden Jahr
Die Wohnbevölkerung im Kanton Graubünden dürfte im Jahr 2025 um rund 0.4% zunehmen – etwas weniger stark als in den beiden Vorjahren. Zum Vergleich: Schweizweit liegt das Bevölkerungswachstum bei +0.8%.
Der verlangsamte Zuwachs hängt mit einer Verschiebung der Nachfrage zusammen. Wegen der Wohnungsknappheit und des hohen Preisniveaus ziehen vermehrt Einheimische in andere Kantone. Hinzu kommt der seit 2019 anhaltend negative Geburtensaldo, der sich voraussichtlich weiter akzentuiert. Trotz dieser Faktoren bleibt die Bevölkerungsentwicklung im Kanton insgesamt stabil, wenn auch leicht gebremst.
Wanderungssaldo im In- und Ausland: Bevölkerung wächst nur aufgrund internationaler Zuwanderung
In den letzten zehn Jahren verzeichnete der Kanton Graubünden fast durchgehend eine Nettoabwanderung in andere Kantone. Viele Ansässige zieht es aufgrund des hohen Preisniveaus und des knappen Wohnraums in benachbarte Regionen.
Demgegenüber hat die Zuwanderung aus dem Ausland zwischen 2018 und 2023 deutlich zugenommen und den negativen kantonalen Saldo teilweise kompensiert. Inzwischen zeigt sich jedoch eine Normalisierung: Die internationale Zuwanderung hat sich abgeschwächt. Für das laufende Jahr wird ein gesamtpositiver Wanderungssaldo von rund 1’250 Personen erwartet. Das ist ein Zeichen für stabile, aber weniger dynamische Bevölkerungsbewegungen.