Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat an ihrer Sitzung im März den Leitzins unverändert bei 0.0% belassen und setzt damit ihre expansive Geldpolitik fort. Entlang der Zinskurve steigen die CHF-Swap-Renditen bis zu einer Laufzeit von 10 Jahren auf rund 0.5%.
Der Krieg im Iran hat die Energierohstoffe deutlich verteuert, womit der Konflikt auf die Kapitalmärkte übergreift. Die Inflationserwartungen sind angestiegen, was sich in höheren Nominalzinsen widerspiegelt. Bei kürzeren Laufzeiten ist dieser Effekt ausgeprägter als bei langen. Gleichzeitig wirken die steigenden Energiepreise dämpfend auf das Wirtschaftswachstum. Für die weitere Zinsentwicklung wird entscheidend sein, wie stark die Energiepreise gegenüber dem Vorkriegsniveau steigen und wie lange sie auf erhöhtem Niveau bleiben.
Neben den geopolitischen Entwicklungen präsentiert sich das Bild bei den Schweizer-Franken-Zinsen weitgehend unverändert: Die Inflation bewegt sich nahe der unteren Bandbreite des Zielbandes der SNB von 0.0% bis 2.0%, und der Schweizer Franken zeigt sich stark – hat jedoch seit Ausbruch des Konflikts nicht weiter zugelegt. Im Februar lag die Teuerung bei 0.1%. Die Inflation bei importierten Gütern bleibt weiterhin niedrig. Haupttreiber ist der starke Schweizer Franken, der Importe verbilligt und so den Inflationsdruck dämpft. Trotz dieses Umfelds erwarten wir, dass die SNB im laufenden Jahr keine Anpassung des Leitzinses vornehmen wird.