Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat an ihrer Sitzung im Dezember den Leitzins unverändert bei 0.0% belassen und damit bewegt sich der Leitzins weiterhin an der Schwelle zum negativen Bereich. Entlang der Zinskurve steigen die CHF-Swap-Renditen bis zu einer Laufzeit von 10 Jahren auf rund 0.7% an.
Die Teuerung fiel im November auf 0.0% und damit auf den unteren Rand des Zielbandes von 0.0% bis 2.0%. Weiterhin notiert die Inflation bei importierten Gütern niedrig. Haupttreiber ist der starke Schweizer Franken, der Importe verbilligt und damit den Inflationsdruck dämpft. Zudem ist die Teuerung bei den Mieten und in der Hotellerie tiefer ausgefallen, was zur tieferen Gesamtinflation führte. Mittelfristig rechnen die SNB-Ökonomen mit einer nahezu unveränderten Inflationsrate innerhalb des Zielbandes. Das Schweizer Wirtschaftswachstum war im dritten Quartal negativ. Die Ankündigung der US-Zölle führte im ersten Quartal, insbesondere bei der pharmazeutischen Industrie, zu Vorholeffekten, die nun im zweiten und dritten Quartal fehlten. Mit dem Schweizer Zoll-Deal mit den USA hellen sich die Wirtschaftsaussichten etwas auf. Im Jahr 2026 dürfte das Wachstum wieder etwas anziehen und von den umfangreichen globalen fiskalpolitischen Ausgaben profitieren. Unter diesen Bedingungen rechnen wir mit einem unveränderten SNB-Leitzins von 0.0%. SNB-Präsident Martin Schlegel wies auf die Nebenwirkungen negativer Zinsen hin und stellte klar, dass die Hürde für einen weiteren Schritt in den negativen Bereich deutlich höher liege als für eine Anpassung im positiven Terrain. Der starke Schweizer Franken bleibt dabei der wichtigste Risikofaktor, da er in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen gilt.
Auch in Deutschland sorgten gute Wirtschaftsdaten für optimistische konjunkturelle Aussichten, was Anfang Dezember die Zinsen leicht steigen liess. In der Eurozone liegt die Inflation mit 2.2% nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Dementsprechend liessen die Währungshüter auch im Dezember die Leitzinsen unverändert. Der Einlagesatz notiert bei 2.0% und dürfte sich damit in der Nähe des Gleichgewichtszinses befinden. Wir beurteilen die Geldpolitik der EZB daher als neutral.
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