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Wandelanleihen als attraktive Anlageklasse

Die globale all-in-one Investment-Lösung mit Trendfolge und eingebautem Fallschirm

Datum: 17.10.2022 
Autor: Peter Eggenberger

​Um an den Märkten immer informiert zu sein und die neuesten Investmenttrends zu kennen braucht es viel Zeit. Eine weitere Schwierigkeit ist es den Ein- und Ausstieg richtig zu timen. Für Anlegerinnen und Anleger, die keine Zeit haben die Märkte permanent zu verfolgen oder sich selber eingestehen, dass sie nicht in der Lage sind den Markt richtig zu timen, sind Wandelanleihen ein interessantes Investment.

Wachstumsunternehmen als Hauptemittenten von Wandelanleihen

Der typische Emittent einer Wandelanleihe ist ein mittelgrosses Unternehmen, das sich in seinem Lebenszyklus in der Wachstumsbeschleunigung befindet. Die generierten freien flüssigen Mittel sind noch zu gering um das eigene Wachstum selbst zu finanzieren und ein teures Kreditrating einer renommierten Ratingagentur, welches für die Aufnahme von Fremdkapital mit gewöhnlichen Anleihen nötig ist, möchte man sich nicht leisten. Für solche Unternehmen bietet die Emission von Wandelanleihen einige Vorteile. Ein teures Kreditrating kann man sich sparen, der Coupon ist niedriger als bei einer normalen Anleihe und der Verwässerungseffekt im Vergleich zu einer Aktienemission deutlich niedriger. Der tiefere Coupon wird durch das Wandelrecht erkauft. Investoren erhalten das Recht zu einem späteren Zeitpunkt die Wandelanleihe in Aktien des Unternehmens umzutauschen. Dafür muss in der Regel der Aktienkurs zuerst deutlich steigen bevor sich eine Wandlung lohnt. 


Trendfolge mit Wachstumsunternehmen

Aufgrund dieser Finanzierungsbedingungen ist es keine Überraschung, dass im gesamten Wandelanleihen-Universum die Wachstumsunternehmen dominieren. Die neuesten Wachstumstrends wie beispielsweise Elektromobilität, Cyber Security, Cloud-Technologie, Biotech, Halbleiter, E-Commerce, Social Media oder alternative Energien sind fast ausnahmslos vertreten.



Trendfolge an den Aktienmärkten

Welcher Investor kennt es nicht? Den Aktienmarkt richtig zu timen ist enorm schwierig. Eine der bekanntesten Börsenregel lautet: «The trend is your friend». Diese Regel hat sich empirisch als erfolgreich erwiesen – die Gewinne laufen lassen und die Verluste begrenzen. Das ist genau der Mechanismus von Wandelanleihen.

Bei der Neuemission einer Wandelanleihe beträgt die Aktiensensitivität – das Delta - rund 50 Prozent. Steigt danach die zugrundeliegende Aktie um ein Prozent, steigt der Kurs der Wandelanleihe entsprechend um 0.5 Prozent. Kommt es zu einer grösseren Bewegung der zugrundeliegenden Aktie, um beispielsweise 10 Prozent, partizipiert die Wandelanleihe gemäss einer Faustregel zu zwei Dritteln an der Aufwärtsbewegung.




Entwickelt sich die Aktien hingegen negativ, kommt es lediglich zu einer Korrektur von einem Drittel. Anlegerinnen und Anleger partizipieren mit Wandelanleihen also stärker an steigenden als an fallenden Kursen. Dieses asymmetrische Renditeprofil ist einer der grossen Vorteile von Wandelanleihen.

Ein weiterer Vorteil ist die automatische Trendfolge. Bei steigenden Märkten nimmt die Partizipation laufend zu, während sie bei fallenden Märkten abnimmt. Der Grund dafür liegt im sogenannten «Bondfloor». Fällt der Aktienkurs unter den Wandelpreis, werden Investorinnen und Investoren am Ende der Laufzeit die Rückzahlung der Anleihe zu 100 Prozent wählen und ihr Wandelrecht nicht ausüben.


Wandelanleihen – eine langfristig bewährte Anlageklasse

Das überzeugendste Argument für Wandelanleihen ist die in der Vergangenheit erzielte Rendite. Wandelanleihen generierten in den letzten 25 Jahren eine Rendite von rund 330 Prozent. Damit liegt diese Anlageklasse rund acht Prozent vor Aktien und deutlich vor dem globalen Anleihenmarkt.




Dieses Bild entspricht genau der Erwartungshaltung gegenüber Wandelanleihen: Langfristig über einen Börsenzyklus eine aktienähnliche Rendite erzielen, dies aber bei wesentlich tieferer Volatilität und geringeren Verlusten in Korrekturphasen.


Performance von Wandelanleihen - aussergewöhnliche Pandemiephase

Während der ersten Phase der Corona-Pandemie haben Wandelanleihen deutlich weniger eingebüsst als Aktien. In der zweiten Phase erholten sich die Märkte, angetrieben durch geld- und fiskalpolitische Stützungsmassnahmen, und Wandelanleihen konnten in dieser Zeit sogar den boomenden Aktienmarkt überflügeln. Aber wie kam es dazu? Als die Reise- und Freizeitbranche praktisch stillstand kamen einige Firmen in Bedrängnis. Sie benötigten Kapital, um die Verluste auszugleichen. Der Wandelanleihenmarkt erwies sich einmal mehr als aufnahmefähig. Als einige dieser Firmen Wandelanleihen platzierten, signalisierten sie dem Markt «Fortbestand gesichert» und in der Folge stiegen die gebeutelten Aktienkurse stark an.

Während der Pandemie gab es nicht nur Verlierer. Das Home-Office und der verstärkte Fokus auf die Digitalisierung brachten neue Gewinner aus der IT-Branche hervor. Diese wiederum benötigten Kapital, um das starke Wachstum zu finanzieren. Wie so oft an der Börse kommt es zu Übertreibungen – nach oben wie auch nach unten. Die ausserordentlichen Wachstumsraten während der Pandemie wurden von den Analysten oft in die Zukunft extrapoliert. Als sich danach die Wirtschaft wieder normalisierte, stellten sich die prognostizierten Wachstumsraten als zu optimistisch heraus. Parallel litten Wachstumswerte überproportional. Steigende Zinsen und sich laufend eintrübende Konjunkturaussichten führten zu ausgeweiteten Kreditrisikoaufschlägen. Diese Neubewertung führte seit Jahresbeginn zu relativ starken Kurskorrekturen.


Attraktive Investitionsmöglichkeit in einem dynamischen Marktumfeld

Eine Konjunkturabschwächung bis tief ins Jahr 2023 ist bereits in den aktuellen Kursen von Wandelanleihen eingepreist. Ob es zu einer Rezession kommt hängt davon ab wie schnell und wie stark die Inflation zurückkommt, damit die Notenbanken wieder den Fuss vom geldpolitischen Bremspedal nehmen können. Im aktuellen Anlageumfeld sind die langfristigen Ertragserwartungen für Wandelanleihen aus folgenden Gründen deutlich gestiegen:

    1. Die Renditen auf der Anleihen-Komponente sind so hoch wie seit über zehn Jahren nicht mehr.
    2. Die Bewertung am Aktienmarkt ist nach der Korrektur unter den Durchschnitt der letzten zehn Jahre gefallen und der langfristige Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt.
    3. Wandelanleihen sind historisch günstig bewertet - insbesondere in Europa und Asien.


Der Wandelanleihenmarkt ist sehr dynamisch. Durch Neuemissionen und Rückzahlungen verändert sich die Marktstruktur laufend. In diesem anspruchsvollen Markt tummeln sich praktisch nur professionelle Akteure, die mit aktivem Management versuchen ihren Vergleichsindex zu schlagen.

Einer dieser Akteure ist die Graubündner Kantonalbank. Sie lancierte am 1. März 2021 einen Wandelanleihenfonds und schaffte es im Konkurrenzvergleich auf Anhieb auf die vordersten Plätze. Die Benchmark konnte in den ersten eineinhalb Jahren nach Kosten um 11.8 Prozent übertroffen werden. Der rigorose und opportunistische Fundamentalansatz mit Nachhaltigkeitsfilter im Management des globalen Wandelanleihenfonds hat sich bewährt.

Wandelanleihen eignen sich sowohl als Beimischung in einem Portfolio als auch als eigenständige Investmentlösung. Eine alte Börsenweisheit besagt «the trend is your friend». Wer gerne mit dem Trend schwimmt, ist bei Wandelanleihen gut aufgehoben. Als Investmentlösung eignet sich der GKB (LU) Wandelanleihen Global ESG Fonds mit einem ausgezeichneten Leistungsausweis, erfahrenen Managern und einem überzeugenden Investmentansatz.




Gemeinsam wachsen.