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Typische Irrtümer im Anlagegeschäft

Datum: 17.09.2020 Neu

​Rund um das Thema Anlegen halten sich hartnäckige Irrtümer. Sie führen dazu, dass manche kein Geld anlegen möchten – andere hingegen überschätzen sich masslos. Wir widerlegen fünf typische Irrtümer mit Fakten und zeigen auf, wie Sie erfolgreich anlegen.

  • Irrtum 1: Bargeld ist besser als Geld anlegen
  • Irrtum 2: Ich weiss genau, wann ich Geld anlegen muss
  • Irrtum 3: Langfristig lohnt sich eine Geldanlage nicht
  • Irrtum 4: Beim Anlegen von Geld verhalte ich mich rational
  • Irrtum 5: Ich kann besser Geld anlegen als die anderen

​Auch im anhaltenden Tiefzinsniveau wird Bargeld – aus den verschiedensten Gründen – auf dem Konto parkiert, ganz nach dem Motto: «Cash is King». Doch die Inflation führt dazu, dass Bargeld mit den Jahren an Wert verliert. Mit den Zinsen, welche für Vermögen auf einem Sparkonto bezahlt werden, kann kaum eine Rendite erzielt werden, welche über die Teuerung hinausgeht. Angelegtes Geld kann  zwar zwischenzeitlich in die Verlustzone geraten, über die lange Zeit liegt die Rendite jedoch meist im positiven Bereich. Geld anzulegen bedeutet somit auch, Vermögen und Lebensstandard zu schützen.

  

​Es liegt in der Natur der Sache: Wer sein Geld anlegt, möchte die Gewinne maximieren. Häufig resultiert daraus folgendes Verhalten: Es wird dann gekauft, wenn Gewinne locken und dann verkauft, wenn Verluste drohen. In der Theorie eine einfache Lösung – in der Praxis ist es leider schwierig, den Markt zu «timen». Denn niemand kann die guten und die schlechten Börsentage zuverlässig voraussagen. Durchgehend investiert zu bleiben zahlt sich daher eher aus, als ständig zu kaufen und  zu verkaufen. Analysen zeigen, dass ein Anleger, welcher aufgrund falscher Taktik die besten Börsentage verpasst, eine markant tiefere Rendite erzielt. Die besten Tage an der Börse überkompensieren nämlich die schlechten.  

​Negative Ereignisse bleiben besser in Erinnerung, Misserfolge können damit zu erhöhter Risikoaversion führen. Denn Studien zufolge empfinden die meisten von uns den Schmerz über einen Verlust von Vermögen als zweimal so gross, wie die Freude über einen Gewinn. Es bleibt der Eindruck, dass die Finanzmärkte mehr schlechte als gute Jahre verzeichnen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Der MSCI Welt Index verzeichnete von 1970 bis heute 36 positive und lediglich 14 negative Jahre. In der Summe machen die positiven Jahre die negativen mehr als wett.

 

  

​Geld anzulegen ist ein emotionales Thema. So bleiben – verständlicherweise – wenige Anleger rational, wenn es um das eigene Geld geht. Doch mit Blick auf Anlageentscheide sind Emotionen ein schlechter Ratgeber. Durch Angst oder Gier getriebene Entscheide erweisen sich oft als falsch – mit negativen Folgen für die Performance. Wer seine Anlageentscheide basierend auf Emotionen anstatt Fakten trifft, hinkt den Marktereignissen stets hinterher. Denn Käufe erfolgen, wenn es schon zu spät ist und Verkäufe, wenn die Verluste bereits entstanden sind.

​Selbstüberschätzung trifft man nicht nur im Strassenverkehr oder beim Sport an, sie begleitet viele Anleger auch bei der Jagd nach maximaler Rendite. Dabei wird oft ein zu hohes oder zu tiefes Risiko eingegangen, um den Markt zu übertreffen. Dies kann in einzelnen Fällen gut gehen – dafür ist aber meistens Glück, und nicht die Auswahlfähigkeit des Anlegers verantwortlich. Meistens ist die Realität eine tiefere Rendite oder gar ein Verlust. Die Erfahrung zeigt: Bei der Geldanlage ist am besten beraten, wer im Einklang mit seinem Rendite-/Risiko-Profil investiert.

 

Was können Sie tun, um diese typischen Anlegerfehler zu vermeiden? Für Ihren Anlageerfolg sind die folgenden Grundsätze zentral:

  • Definieren Sie gemeinsam mit Ihrem Berater/Ihrer Beraterin eine auf Sie zugeschnittene Anlagestrategie und ein realistisches Anlageziel.
  • Halten Sie über den gesamten Börsenzyklus an dieser Anlagestrategie fest. Denn auch wenn Anlegen mit Risiken verbunden ist, zahlt sich Investieren langfristig aus.
  • Investieren Sie nur Geld, welches Sie nicht für laufende Ausgaben benötigen. Definieren Sie gemeinsam mit Ihrem Berater/Ihrer Beraterin die für Sie ideale Anlagelösung.

 

 

 

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