Zinsen, Inflation und Arbeitsmarkt: Die wichtigsten Themen der Woche.
Die US-Wirtschaft zeigt sich robuster, als es der schwächere Arbeitsmarktbericht von dieser Woche auf den ersten Blick vermuten lässt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ging im Juni nur leicht zurück und bleibt weiterhin klar in der Wachstumszone. Das deutet darauf hin, dass die Stimmung in den Industrieunternehmen solide ist. Auch der Beschäftigungsindex innerhalb der Umfrage verbesserte sich leicht. Vor dem Arbeitsmarktbericht sprach dies noch für einen insgesamt stabilen Stellenmarkt.
Der offizielle Arbeitsmarktbericht im Juni fiel jedoch enttäuschend aus. Es wurden weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Mai Wert deutlich nach unten korrigiert. Das spricht dafür, dass der Arbeitsmarkt an Schwung verliert. Ganz schwach ist das Bild aber nicht: Die Arbeitslosenquote sank sogar leicht auf 4,2 Prozent, das hatte aber auch damit zu tun, dass die Erwerbsquote gefallen ist. Die Stundenlöhne stiegen mit 3,5 Prozent etwas stärker als im Vormonat.
Für die US-Notenbank Fed ergibt sich daraus ein gemischtes Bild. Entscheidend ist: Der Bericht liefert keinen klaren Hinweis auf eine Krise am Arbeitsmarkt, aber auch keinen Grund für Zinssorgen. Die Fed dürfte deshalb vorerst vorsichtig bleiben und weitere Daten abwarten.
Neues Rekordhoch am Schweizer Aktienmarkt.
Der Schweizer Aktienmarkt hat sich nach einem schwachen Semesterstart deutlich erholt. Der Leitindex SMI überschritt im Tagesverlauf erstmals die Marke von 14’400 Punkten und markierte damit ein neues Allzeithoch. Unterstützung kam vor allem von den drei Indexschwergewichten sowie von breit abgestützten Kursgewinnen. Zusätzlich nährten schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed weniger restriktiv agieren könnte.
Schweizer Inflation bleibt tief.
Die Inflation in der Schweiz blieb im Juni stabil. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Preise um 0,5 Prozent. Damit liegt die Teuerung leicht unter den Werten der Vormonate: Im April und Mai hatte sie jeweils 0,6 Prozent betragen. Auch die Kerninflation bleibt mit 0,3 Prozent sehr tief. Sie zeigt die Preisentwicklung ohne besonders schwankungsanfällige Güter wie Energie oder Lebensmittel. Im internationalen Vergleich ist der Preisdruck in der Schweiz damit weiterhin gering. Insgesamt bestätigt der Juni-Wert das Bild einer sehr moderaten Inflation. Für die Schweizerische Nationalbank nimmt der unmittelbare Handlungsdruck damit nicht zu.
GKB Finanz-News in den Sommerwochen.
Während der Sommerwochen erscheint unser Finanz-News-Newsletter jeweils am Montag und Freitag in Ihrem Posteingang. Zum Wochenstart geben wir Ihnen einen kompakten Ausblick auf die wichtigsten Themen der Woche, zum Wochenschluss ordnen wir die zentralen Entwicklungen ein.