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Eskalation im nahen Osten.

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Datum: 19.04.2024 Neu

​​Die Finanzmärkte reagieren mit einer starken "Risk Off" Bewegung. Die Ölpreise steigen um mehr als 3% während die asiatischen Aktienmärkte korrigieren und auch US Futures verlieren an Wert.

Im Fokus
 

  • Eskalation im nahen Osten​.​
    Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Israel den Iran angegriffen haben - weniger als eine Woche nach der Attake durch den Iran. Israel wollte demnach demonstrieren, dass die Luftabwehr Irans nicht an jene von Israel heranreiche. Iran auf der anderen Seite betonte, dass es zu keinen Schäden gekommen sei. Die Finanzmärkte reagierten mit einer starken "Risk Off" Bewegung. Die Ölpreise stiegen um mehr als 3% während die asiatischen Aktienmärkte korrigierten und auch die US Futures verloren an Wert. Sichere Häfen wie z.B. der Schweizer Franken stiegen dagegen an. In einer Phase der Eskalation ist aus Investmentsicht vor allem wichtig: "Don't panic". Konflikte und Horroszenarien über deren Entwicklung sind gut für Schlagzeilen, aber kein guter Indikator für Investitionsentscheide. Daher lautet die wichtigste Regel, dass man Aktien kaufen sollte für den Fall, dass diese stark korrigieren (was jetzt noch nicht der Fall ist). Ausser der Konflikt hat langfristige Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung von Unternehmen oder die Inflationsenticklung.​

  • Zinserhöhungen?​
    Höhere Ölpreise, ein unverändert starker US Arbeitsmarkt und schier ungebremstes Wachstum erhöhen die Sorgen, dass der nächste Schritt der US Notenbank eine Zinserhöhung sein könnte. Und nicht wie erwartet eine Senkung. Aus unserer Sicht ist auch dies ein eher unwahrscheinliches Horrorszenario. Wir gehen weiter davon aus, dass die Zinsen noch in diesem Jahr gesenkt werden. Für die Aktienmärkte wäre es aber auch kein Beinbruch sollten die Zinsen länger höher bleiben. Da dies eine bessere Konjunktur und höhere Gewinne bedeuten würde. Zinserhöhungen wären aber ein Problem. Durch die Entwicklungen im April, sehen wir eine gesunde Korrektur an den Finanzmärkten, aber auch bei den Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer. Damit sinken die Gefahren einer starken Übertreibung und wir sehen noch keinen Grund, wieso die Erholung nicht noch weitergehen sollte.​



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Konjunkturdaten ​

Tag ​Datenpunkt/ ­​­​Meeting ​Vor​wert Aktu​ell
MontagEurozone: Industrieproduktion, % gg. Vm. (Feb) ​
-3.0
​-0.8

USA: Einzelhandelsumsätze, % gg. Vm. (Mrz)
0.6
0.7​
DienstagChina: BIP, % gg. Vj.5.2
5.3​

USA: Baugenehmigungen, % gg. Vm. (Mrz)
2.3​
-4.3
Mittwoch
USA: Beige Book

DonnerstagUSA: Philadelphia-Fed-Umfrage; Index (Apr)
3.2
​​​15.5
USA: Index der Frühindikatoren, % gg. Vm. (Mrz)
-0.2
-0.3
USA: Erstanträge auf AL-Unterstützung, Tsd.
212
​​212
​FreitagUSA: Chicago-Fed-Präsident Goolsbee


Deutschland: Erzeugerpreise, % gg. Vj. (Mrz)
-4.1
​-2.9

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