Trump sucht nach einem Ausweg. Nach einem Monat Krieg gerät Donald Trump zunehmend unter Druck. Der Krieg im Iran dauert länger und kostet deutlich mehr als erwartet. Folgerichtig sucht der US-Präsident nach einem Ausweg – problematisch ist jedoch, dass man einen Krieg zwar alleine beginnen, aber nicht alleine beenden kann. In diesem Licht überrascht auch die neue Deadline bis zum 6. April wenig.
Wir sind weiterhin der Meinung, dass ein langanhaltender Krieg weder im Interesse der USA noch des Iran ist und gehen ebenfalls von einer Lösung oder einem Deal aus. Wie dieser ausgestaltet wird, sodass beide Seiten in ihrer Wahrnehmung als Sieger hervorgehen können, ist derzeit nicht absehbar. Kurzfristig sind sowohl eine weitere Eskalation als auch eine Deeskalation möglich. In dieser unklaren Situation ist ein disziplinierter Ansatz mit systematischem Rebalancing der Anlagequoten die beste Alternative. Immerhin sind die Bewertungen der Aktienmärkte aufgrund der Korrektur jetzt um 10-15% tiefer und die Zinsen sind jetzt höher. Dies ist zwar keine Garantie für eine starke Rally, macht Finanzanlagen aber deutlich attraktiver. Der Versuch, die „Headlines oder Social-Media-Posts“ zu traden und im „Headline-Roulette“ als Sieger hervorzugehen, ist – ohne Insiderwissen – wenig erfolgversprechend.