Der Ölpreis steigt wieder über 110 Dollar.
Der Ölpreis zieht am Mittwochmorgen erneut deutlich an. Brent steigt um rund 1,5 Prozent auf 110,38 Dollar je Fass, die amerikanische Sorte WTI auf 99,18 Dollar. Auslöser sind Sorgen um die Energieversorgung im Nahen Osten. Innerhalb von zwei Wochen wurden laut dem Schifffahrtsdienstleister Kpler mindestens 18 Angriffe auf Handelsschiffe registriert. Gleichzeitig meldete das American Petroleum Institute einen Rückgang der amerikanischen Rohöllagerbestände um 4,9 Millionen Barrel. Hoffnungen auf eine diplomatische Entspannung zwischen den USA und Iran haben sich bislang nicht bestätigt. Für die Notenbanken bleibt die Entwicklung problematisch: Ein anhaltend hoher Ölpreis könnte die Inflation weiter antreiben und zusätzliche Zinserhöhungen erforderlich machen.
Steigende französische Staatszinsen belasten Europas Banken.
Die Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen nehmen zu. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen liegt bei rund 4,94 Prozent. Der Renditeaufschlag gegenüber deutschen Bundesanleihen beträgt inzwischen 153 Basispunkte beziehungsweise 1,53 Prozentpunkte. Damit verlangen Anleger eine deutlich höhere Entschädigung für das Risiko französischer Staatsschulden. Politische Unsicherheit und das hohe Haushaltsdefizit belasten das Vertrauen. Besonders betroffen ist der europäische Bankensektor. Die europäischen Bankaktien haben innerhalb von sechs Wochen rund 10 Prozent verloren, die drei grössten französischen Banken sogar über 15 Prozent.