Hoffnungsschimmer bei deutschen Konjunkturerwartungen
Überraschende Stimmungsaufhellung: Im Mai ist der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen nach drei deutlichen Rückgängen in Folge gestiegen, die Konsensschätzung wurde übertroffen. Das überrascht deshalb da, das ähnlich konzipierte sentix-Investorenvertrauen kürzlich nachgegeben hatte. Ungeachtet der positiven Überraschung liegen die Indizes aber noch klar im negativen Bereich und der ZEW-Saldo der Lagebeurteilungen hat sich auch nochmals abgeschwächt. Konjunkturoptimismus ist daher nicht zu spüren. Dies gilt auch vor dem Hintergrund des noch ungelösten Nahost-Konflikts und der anhaltenden Blockade der Strasse von Hormus.
Preisdruck in den USA wächst.
Der Preisanstieg der Konsumentenpreise in den USA fiel stärker aus als erwartet. Vor allem höhere Benzinpreise trieben die Inflation nach oben. Doch nicht nur Energie und Nahrungsmittel verteuerten sich. Auch die sogenannte Kernrate, bei der diese oft schwankenden Preise ausgeklammert werden, zog überraschend stark an. Das zeigt: Der Preisdruck in der Wirtschaft bleibt breit abgestützt. Für die amerikanische Notenbank Fed sind das keine guten Nachrichten. Die erhöhte Inflation spricht gegen rasche Zinssenkungen. Stattdessen dürften die Erwartungen steigen, dass die Fed die Zinsen länger hoch hält oder sogar weiter anhebt.
Die Wall Street auf Autopilot.
An den Finanzmärkten schlägt die KI-Euphorie aktuell die Angst über die Auswirkungen des Iran-Krieges. Die Aktienmärkte laufen und laufen und haben in den USA in den letzten Wochen wieder neue Rekordstände erreicht. Daniel Lüchinger, CIO der Graubündner Kantonalbank, spricht mit Jens Korte in New York
im aktuellen GKB Anlage-Fokus darüber, wie diese Entwicklungen zusammenpassen und ob die Wall Street zu euphorisch ist.