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TACO-Version 2026.

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Datum: 23.01.2026 Neu
​Donald Trump sorgt mit seinen Aussagen beim WEF 2026 in Davos erneut für Aufsehen. Seine Pläne zu Grönland und die Rücknahme von Strafzöllen werfen Fragen zur zukünftigen US-Aussenpolitik auf.

Im Fokus
 

  • TACO-​​Version 2026.​
    Donald Trump hat seine Drohungen, neue Strafzölle gegen Europa zu verhängen, zurückgenommen. Diese sollten ursprünglich als Druckmittel dienen, um Unterstützung für seine Pläne zur Übernahme Grönlands zu gewinnen. Der US-Präsident schloss zudem aus, dass die USA Grönland mit militärischer Macht übernehmen könnten. Doch das Muster bleibt: Erst droht Trump, nimmt dann alles zurück und verkündet am Ende einen «​​Sieg» in Form eines Deals, der für die USA mehr oder weniger vorteilhaft ist. Im Fall Grönlands zeichnet sich ein Abkommen ab, dessen Details noch nicht bekannt sind. Es wird jedoch erwartet, dass die USA ihren Einfluss in Grönland ausbauen und die europäischen NATO-Staaten ein stärkeres Engagement im arktischen Raum zeigen sollen. In seiner Rede beim WEF in Davos betonte Trump, dass die USA aussenpolitisch einen neuen Kurs eingeschlagen haben. Die Zeiten der westlichen Allianz unter US-Führung scheinen vorbei zu sein. Amerika entwickelt sich zunehmend vom globalen Leader zum machtpolitischen Tonangeber. Europa steht vor der Herausforderung, militärisch und wirtschaftlich eigenständiger zu werden.​

  • Reaktion der Finanzmärkte.
    ​Der «Worst Case» im Zusammenhang mit Grönland scheint abgewendet worden zu sein. Die Finanzmärkte reagierten aber bereits auf die Eskalation eher verhalten, da viele Marktteilnehmer bereits damit gerechnet hatten, dass Trumps Aussagen als Drohungen zu verstehen sind (Stichwort TACO). Damit die «TACO-Reaktionsfunktion» funktioniert, braucht es jedoch Druck auf den Präsidenten. Nach dem «​​Befreiungstag»​​ im letzten April kam dieser Druck von den Finanzmärkten. Bleibt dieser aus – etwa durch das Ausbleiben einer großen Korrektur am Aktienmarkt oder stark ansteigender US-Zinsen – könnte die TACO-Logik ins Wanken geraten. Dieses Mal kam der Druck wohl aus den USA selbst, da die Annexion von Grönland auch dort auf breite Ablehnung stösst. Das ist positiv, denn so rücken die Unternehmensgewinne wieder in den Fokus der Investoren. Und hier geht es nächste Woche richtig los. ​​

 

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