Die Märkte bleiben derzeit stark von geopolitischen Schlagzeilen abhängig. Einerseits zeigen sich globale Aktienmärkte trotz steigender Ölpreise und höherer Renditen bemerkenswert robust. Andererseits bleibt die Stimmung fragil, da Investoren zwischen Hoffnung auf eine rasche Lösung des Iran-Konflikts und Sorgen über eine längere Eskalation schwanken. Besonders Europa gerät zunehmend unter Druck. Solange die Strasse von Hormus geschlossen bleibt und die Energiepreise erhöht sind, steigen die Risiken für Wachstum und Konsum. Gleichzeitig profitieren die USA bislang stärker von ihrer Energieunabhängigkeit sowie vom anhaltenden AI-Investitionszyklus. Damit spielt die Musik aktuell in den USA. Eine rasche Öffnung der Strasse von Hormus würde europäischen Aktien zu einer deutlichen Erholung verhelfen.
Bleibt eine Lösung hingegen aus, dürften Sorgen über Wachstum, Energiepreise und eine mögliche Fehlreaktion der EZB zunehmen. In diesem Umfeld sprechen die fundamentalen Unterschiede zwischen den USA und Europa weiterhin eher für einen stärkeren US-Dollar und eine vorsichtige Haltung gegenüber europäischen Atkien.