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Nach neuen Höchstständen gönnten sich die Börsen eine Verschnaufpause. In den USA bremsten politische Aussagen von Präsident Trump, in der Schweiz drückte ein Kurseinbruch bei Sika. Die Edelmetallrallye geht indes weiter.
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Im Fokus
Verschnaufpause an den Märkten.
Zu Wochenbeginn hatte die Wall Street noch Rekorde gefeiert, am Dienstag setzte jedoch eine Konsolidierung ein. Der Dow Jones fiel um 0.8 Prozent, auch der S&P 500 und der Nasdaq gaben nach. Neue Inflationsdaten aus den USA – 2,7 Prozent Teuerung im Dezember – entsprachen den Erwartungen und bewegten die Kurse kaum. Solange die Preise nicht stärker steigen, kann die US-Notenbank ihren Zinssenkungspfad fortsetzen, was positiv für die Märkte wäre. Verunsichert wurden die Märkte durch Aussagen von Präsident US-Präsident Donald Trump. Er wolle Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent begrenzen, Verteidigungsfirmen Dividenden und Aktienrückkäufe verbieten und grossen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern untersagen. Solche Eingriffe in den Markt sehen Anlegerinnen und Anleger nicht gerne. Die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard verloren deutlich an Wert. In Europa hielten sich die Kurse in engen Bahnen. In der Schweiz stand Sika im Fokus: Der Bauchemiekonzern enttäuschte mit schwachen Umsätzen, gebremst durch den starken Franken und die Flaute im chinesischen Bausektor. Die Aktie stürzte um fast zehn Prozent ab.
Gold und Silber steigen auf neue Rekorde.
Die Rally bei den Edelmetallen setzt sich fort. Gold und Silber erreichten am Dienstag erneut Höchststände. Der Anstieg dürfte mit der angespannten Lage im Iran zu tun haben. In unsicheren Zeiten suchen viele Anlegende Schutz in Gold und Silber. Zusätzlich treibt die Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank die Nachfrage. Wenn Anleger befürchten, dass die Geldpolitik politisch beeinflusst wird, verlieren Papierwährungen an Vertrauen – und Edelmetalle werden attraktiver.
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