Nach dem Erholungsversuch vom Mittwoch sind die Aktienkurse gestern wieder gesunken. Panik oder eine breit angelegte Verkaufswelle sahen wir in dieser Woche aber nicht. Die stärksten Verkäufe und damit auch grössten Verluste ereigneten sich in jenen Aktienmärkten, die in diesem Jahr bislang auch die grössten Gewinne verzeichnet hatten. Dabei sind Europa, Japan und auch die asiatischen Schwellenländer auch am anfälligsten für einen höheren Ölpreis. Und genau in der Entwicklung des Ölpreises liegt aus Sicht der Finanzmärkte das grosse Risiko in diesem Krieg. Das grösste Risikoszenario wäre ein länger anhaltend hoher Ölpreis (über 100 US Dollar und für mehrere Monate), mit Effekten auf Inflation und dann auch auf die Zinsentwicklung. Damit hat der "Sell America" Trade in der letzten Woche eine Pause eingelegt.
An den Fundamentaldaten hat sich indes wenig verändert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verharrten in den USA bei 213’000, während die Produktivität im vierten Quartal laut Reuters robust blieb und auf einen weiteren Aufschwung hindeutet.