Keine Lösung, kein Problem?
Der verlängerte Waffenstillstand im Iran-Konflikt sorgt für Hoffnung, doch die Blockade der Strasse von Hormuz belastet die Märkte, Unternehmensgewinne und KI-Euphorie stützen.
Die anfängliche Euphorie nach dem Waffenstillstand verpufft langsam. Die Märkte schwanken zwischen guten Unternehmensgewinnen und einer erneuten KI-Euphorie auf der einen Seite und den wirtschaftlichen Risiken durch steigende Ölpreise auf der anderen.
Die Unternehmensgewinne fallen bisher erfreulich aus – rund 80 % der Unternehmen übertreffen die Erwartungen der Analysten, obwohl diese zuletzt deutlich angehoben wurden. Entscheidend werden die Ergebnisse der Big-Tech-Unternehmen in der nächsten Woche sein, da sie einen Grossteil der erwarteten Gewinnsteigerungen ausmachen.
Auch die schwächsten Segmente der letzten Monate entwickeln sich wieder besser. So konnten sich Softwareaktien von ihren Tiefstwerten erholen. Dies ist wichtig, da Schwäche in einem Segment oft auf andere Segmente der Aktienmärkte übergreifen kann.
In den nächsten ein bis zwei Wochen sollte es zu einer Annäherung zwischen den USA und dem Iran kommen. Andernfalls könnte das Fehlen einer Lösung doch noch zum Problem werden.