Erneut steigende Ölpreise.
Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt weiter gestiegen, nachdem sich die Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten erneut verschärft haben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli legte am Montag im frühen Handel um bis zu 2.5% auf 112 US-Dollar zu und erreichte damit den höchsten Stand seit knapp zwei Wochen. Zuvor war der Ölpreis im Zuge von Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Konflikts am Persischen Golf zeitweise auf 96 US-Dollar zurückgegangen.
In dieser Woche stehen die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes im Fokus, welche früh wertvolle Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigsten Volkswirtschaften liefern. In den USA erscheinen zudem die Philadelphia-Fed-Umfrage, die Baubeginne und der NAHB-Index für den Immobilienmarkt, die Einblicke in einzelne Sektoren geben. Trotz des seit Februar andauernden Nahost-Konflikts und der globalen Energiekrise zeigt die US-Wirtschaft weiterhin Stärke. Wir erwarten, dass sie dank einer robusten Binnenkonjunktur und eines stabilen Arbeitsmarkts auch in den nächsten Wochen solide bleibt. In Europa richtet sich das Augenmerk auf Deutschland, wo am Freitag der ifo-Geschäftsklima-Index veröffentlicht wird. Angesichts hoher Energiepreise und anhaltender Unsicherheiten dürfte der Index weiter sinken, was auf anhaltende Belastungen der deutschen Wirtschaft hindeutet.