Seit dem 21. September präsentiert sich der Swiss Market Index (SMI) in neuer Zusammensetzung. Galderma und Sandoz ersetzen Swisscom und Kühne+Nagel. Der Index wird neu noch stärker vom Gesundheitssektor geprägt.
Der SMI ist der Leitindex des Schweizer Aktienmarkts. Er umfasst die 20 grössten Schweizer Aktien. Gewichtet werden die Unternehmen grundsätzlich nach ihrer frei handelbaren Marktkapitalisierung, wobei das Gewicht eines einzelnen Titels begrenzt wird. Wer in einen SMI-ETF investiert, setzt deshalb auf die Schwergewichte des Schweizer Aktienmarkts – nicht auf eine gleichmässige Verteilung über Unternehmen und Branchen. Der Schweizer Aktienmarkt bietet jedoch mehr als der SMI.
Mit der jüngsten Anpassung wird diese Eigenschaft noch ausgeprägter. Mit Galderma und Sandoz kommen zwei zusätzliche Unternehmen aus dem Gesundheitssektor in den Index. Zusammen mit Roche, Novartis, Lonza und Alcon steigt das Gewicht im SMI auf über 40 Prozent.
Für Anlegerinnen und Anleger hat dies drei Konsequenzen. Erstens nimmt die sektorale Diversifikation ab. Zwar unterscheiden sich die Geschäftsmodelle innerhalb des Gesundheitssektors: Galderma ist beispielsweise auf Dermatologie spezialisiert, während Sandoz Generika und Biosimilars herstellt. Dennoch reagieren die Unternehmen teilweise auf ähnliche Faktoren – etwa regulatorische Eingriffe, Medikamentenpreise oder Veränderungen in der US-Gesundheitspolitik.
Zweitens verändert sich damit auch das Risikoprofil. Mit Swisscom verlässt ein defensives Unternehmen den Index. Gleichzeitig fällt mit Kühne+Nagel zwar ein stärker konjunkturabhängiger Titel weg. Unter dem Strich dürfte das Konzentrationsrisiko dennoch zunehmen: Je stärker ein Index von einer Branche oder wenigen Unternehmen abhängt, desto grösser ist deren Einfluss auf die Gesamtentwicklung.
Drittens erhält der SMI mehr Gewicht in strukturellen Wachstumsfeldern. Galderma profitiert unter anderem von der wachsenden Nachfrage nach dermatologischen und ästhetischen Behandlungen, Sandoz vom zunehmenden Einsatz von Biosimilars. Das kann das Wachstumspotenzial des Index erhöhen. Eine systematisch höhere erwartete Rendite folgt daraus jedoch nicht. Denn Wachstumsaussichten spiegeln sich auch in den Bewertungen wider. Entscheidend bleibt wie immer, ob die Unternehmen die Erwartungen an sie erfüllen.