Gewinne dank Hoffnung auf Nahost-Frieden.
Die Aktienmärkte verzeichneten am Mittwoch teils deutliche Kursgewinne. Auslöser der weltweiten Rally sind Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs, nachdem US-Präsident Donald Trump ein Ende der Angriffe binnen zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hat. Während er für die Offenhaltung der strategisch wichtigen Strasse von Hormus andere Staaten in der Pflicht sieht, bleibt die Lage trotz der aktuellen Euphorie volatil. Dennoch zeigt sich an den Rohstoffmärkten eine erste Entspannung: Die Ölpreise gaben nach und fielen zeitweise unter die 100-Dollar-Marke.
Inflationssprung im März.
Der Preisdruck im Euroraum hat sich im März deutlich verschärft. Laut Erstschätzung kletterte die jährliche Gesamtinflation von 1.9 im Vormonat auf 2.5 Prozent – der höchste Wert seit Oktober 2023. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Energieinflation, die deutlich nach oben schnellte. Ein ähnliches Bild zeigte sich in Deutschland, wo die Inflationsrate primär aufgrund teurerer Energie überraschend deutlich auf 2.7 Prozent sprang. Ein kleiner Lichtblick findet sich in der Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel), die leicht auf 2.3 Prozent sank. Für die Europäische Zentralbank bleibt die Lage angespannt: Nachdem der EZB-Stab bereits für 2026 eine Rate von 2.6 Prozent prognostiziert hatte, wird die EZB die Entwicklung in den kommenden Monaten genauestens sondieren. Am Markt gilt eine Zinserhöhung im Juni weiterhin als gesetzt.