Ausblick: Die Nervosität an den Märkten bleibt hoch.
Zum Ende der letzten Woche bleibt die Erkenntnis, dass weiterhin mit einer erhöhten Volatilität an den Märkten zu rechnen ist. Im Fokus stehen die milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und deren Rentabilität. Die Quartalszahlen eines einzelnen Unternehmens können das Sentiment des gesamten Megatrends stark beeinflussen, wie wir letzte Woche anhand von Alphabet, Microsoft als auch SK Hynix gesehen haben. Andererseits sorgt der Krieg im Iran nach wir vor für erhöhte Unsicherheit.
In dieser Woche stehen zahlreiche wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten an. Besonders wichtig sind die US-Daten. Die ISM-Einkaufsmanagerindizes geben Hinweise darauf, wie sich Industrie und Dienstleistungssektor entwickeln. Gleichzeitig liefern Arbeitslosenquote, Beschäftigungszahlen und Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ein aktuelles Bild vom Arbeitsmarkt. Bleibt dieser robust, dürfte die US-Notenbank mit Zinssenkungen vorsichtig bleiben. Zeichen einer deutlichen Abkühlung könnten hingegen die Erwartungen auf tiefere Zinsen verstärken.
Auch in Europa, Deutschland und China werden neue Einkaufsmanagerumfragen veröffentlicht. Sie werden zeigen, ob die zuletzt solide Stimmung zu Beginn des dritten Quartals anhält. In Deutschland stehen zudem Auftragseingänge und Produktionsdaten im Fokus. Sie sollen Aufschluss darüber geben, ob sich die vorsichtige Erholung der Industrie inzwischen auch in den tatsächlichen Geschäftszahlen zeigt.