Ausblick: Jackson Hole, Inflation und KI im Fokus.
Die neue Börsenwoche steht im Zeichen wichtiger Impulse aus den USA: Das Jackson-Hole-Symposium, die PCE-Inflationsdaten und die Nvidia-Zahlen könnten die Erwartungen an Geldpolitik und Technologieaktien prägen. Trotz geopolitischer Risiken und höherer Energiepreise bleiben die Aktienmärkte bislang gelassen, gestützt durch solide Konjunkturdaten und eine robuste Gewinnentwicklung.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten, höherer Öl- und Gaspreise sowie Diskussionen über die Ertragskraft von Künstlicher Intelligenz zeigen sich die Aktienmärkte weiterhin erstaunlich ruhig. Das US-Volatilitätsbarometer VIX liegt trotz des jüngsten Anstiegs auf tiefem Niveau. Auch die Schwankungen europäischer Aktien sind saisonbereinigt so niedrig wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Unterstützung kommt aktuell von moderaten US-Inflationsdaten, besser als erwarteten Konjunkturzahlen und einer soliden Berichtssaison. Zwar könnten die US-Zwischenwahlen, geopolitische Risiken oder Zweifel an der Monetarisierung von KI die Schwankungen im weiteren Jahresverlauf wieder erhöhen. Entscheidend bleibt jedoch die Gewinnentwicklung der Unternehmen. Sollte sich die robuste Dynamik bestätigen, dürften Aktien auch in einem etwas volatileren Umfeld gut abgestützt bleiben.
Unser Fazit: Der wirtschaftliche Grundtrend bleibt intakt. Solide Konjunkturdaten, nachlassende Inflationssorgen und Hoffnungen auf weniger geldpolitischen Druck stützen die Märkte. Gleichzeitig stellen steigende Anleiherenditen einen Belastungsfaktor dar, da sie die Attraktivität von Aktien zu festverzinslichen Anlagen schmälern können. Belastend bleiben geopolitische Risiken, der Iran-Konflikt und erhöhte Ölpreise. Nach den jüngsten Höchstständen an den Aktienmärkten ist eine Verschnaufpause nicht überraschend. Eine grundlegende Trendwende zeichnet sich bislang nicht ab.