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Schweizer Pensionskassen bleiben auf Kurs.

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Spektakel am Himmel, Sonnenuntergang im Oberengadin im Herbst
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Schweizer Pensionskassen blicken auf eine erfreuliche erste Jahreshälfte 2026 zurück. Positive Renditen und hohe Deckungsgrade schaffen eine solide Ausgangslage. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten.

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Die erste Jahreshälfte 2026 verlief für Schweizer Pensionskassen insgesamt erfreulich. Sowohl der UBS Pensionskassen-Index als auch der Swisscanto Pensionskassen-Monitor bestätigen eine robuste Entwicklung der Vorsorgeeinrichtungen.
Positive Performance dank breiter Diversifikation.
Schweizer Pensionskassen konnten in der ersten Jahreshälfte 2026 an die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Gemäss dem Swisscanto Pensionskassen-Monitor erzielten Schweizer Vorsorgeeinrichtungen per Ende Juni 2026 eine durchschnittliche Performance von 4,5 Prozent seit Jahresbeginn. Der UBS Pensionskassen-Index weist mit 4,35 Prozent ein sehr ähnliches Bild aus.
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Durchschnittliche Performance von verschiedenen Anlageklassen von Schweizer Pensionskassen
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Ergebnisse einzelner Anlageklassen sind stark von der Zusammensetzung der zugrunde liegenden Portfolios abhängig.
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Durchschnittliche Performance Schweizer Pensionskassen.
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Quelle: Swisscanto PK-Monitor (Ausgabe 30.06.26) und UBS Pensionskassenindex (Ausgabe 07/2026)
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Zur positiven Entwicklung trugen verschiedene Anlageklassen bei:

  • Aktien: Internationale Aktien entwickelten sich erneut besser als Schweizer Aktien. Gemäss dem UBS PK-Index erzielten ausländische Aktien bis Ende Juni eine Rendite von 13,9 Prozent, während der Swisscanto Pensionskassen-Monitor 12,8 Prozent ausweist. Schweizer Aktien legten gemäss UBS um 9,5 Prozent und gemäss Swisscanto um 9,7 Prozent zu. Treiber waren insbesondere die positive Gewinnentwicklung vieler Unternehmen sowie die Erwartungen an weitere Produktivitätsgewinne durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.
  • Obligationen: Nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre stabilisierten sich die Anleihenmärkte weiter. Schweizer Obligationen erzielten seit Jahresbeginn gemäss den beiden Reports eine Rendite um knapp 1 Prozent, Obligationen in fremder Währung bewegten sich mit rund 1,5 Prozent sogar noch leicht positiver. Hier fällt auf, dass in diesem Segment die Performance gemäss dem Swisscanto PK-Monitor nur bei 0,0 Prozent lag.
  • Immobilien: Immobilienanlagen entwickelten sich insgesamt stabil und trugen weiterhin zur Stabilisierung der Portfolios bei. Gerade im institutionellen Umfeld bleiben sie ein wichtiger Bestandteil der strategischen Vermögensallokation.
  • Alternative Anlagen: Infrastruktur-, Private Market und weitere alternative Anlagen leisteten vielerorts ebenfalls einen positiven Beitrag. Insbesondere Infrastrukturinvestitionen gewinnen aufgrund ihrer langfristigen Cashflows und ihres potenziellen Inflationsschutzes weiter an Bedeutung.

Die teilweise deutlichen Performanceunterschiede zwischen dem UBS Pensionskassen-Index und dem Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigen, dass die Ergebnisse einzelner Anlageklassen stark von der Zusammensetzung der zugrunde liegenden Portfolios abhängen können. Unterschiede in der strategischen Asset Allocation, der regionalen Gewichtung, der Währungsabsicherung oder der Selektion einzelner Anlageklassen können selbst bei vergleichbaren Marktbedingungen zu unterschiedlichen Renditen führen.

Hohe Deckungsgrade schaffen Handlungsspielraum.

Die positive Entwicklung der Kapitalmärkte wirkte sich auch auf die finanzielle Situation der Pensionskassen aus. Gemäss dem Swisscanto Pensionskassen-Monitor stieg der durchschnittliche kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Pensionskassen auf 123.8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2000. Auch die öffentlich-rechtlichen Pensionskassen mit Vollkapitalisierung verzeichneten mit einem durchschnittlichen Deckungsgrad von 117.6 Prozent einen neuen Höchstwert. Die Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen verfügt damit über komfortable Wertschwankungsreserven und zusätzlichen Handlungsspielraum, um künftige Marktschwankungen abzufedern.

Die hohen Deckungsgrade und komfortablen Wertschwankungsreserven verschaffen vielen Pensionskassen zusätzlichen Handlungsspielraum. Gleichzeitig zeigt die erste Jahreshälfte 2026 einmal mehr den Nutzen einer breit diversifizierten Anlagestrategie. Die positive Entwicklung der Schweizer Pensionskassen zeigt, dass eine ausgewogene Kombination verschiedener Anlageklassen auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu stabilen Anlageergebnissen und einer soliden finanziellen Ausgangslage beitragen kann.

Der Fokus verschiebt sich.
Die erfreuliche Entwicklung der ersten Jahreshälfte 2026 schafft für viele Schweizer Pensionskassen eine komfortable Ausgangslage. Gleichzeitig verändert sich das Anlageumfeld spürbar. Während kurzfristige Marktbewegungen weiterhin Einfluss auf die Performance haben, gewinnen strukturelle Entwicklungen zunehmend an Bedeutung. Geopolitische Unsicherheiten, Inflations- und Zinsentwicklungen, die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz sowie Klima- und Transitionsrisiken dürften die Anlageentscheide institutioneller Investoren in den kommenden Monaten massgeblich prägen. Vor diesem Hintergrund gewinnen eine langfristig ausgerichtete Anlagestrategie, eine breite Diversifikation und ein systematisches Risikomanagement weiter an Bedeutung.
Die kommenden sechs bis 12 Monaten werden anspruchsvoller.
Obwohl die Ausgangslage insgesamt positiv erscheint, dürfte das Umfeld für Pensionskassen anspruchsvoll bleiben. Mehrere Entwicklungen werden die Anlageentscheide in den kommenden Monaten beeinflussen.

Die fünf Herausforderungen

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Geopolitische Risiken

Handelskonflikte, geopolitische Spannungen sowie zunehmende Unsicherheiten in der internationalen Wirtschafts- und Sicherheitspolitik können jederzeit zu erhöhten Marktschwankungen führen. Für institutionelle Anleger gewinnt deshalb ein robustes Risikomanagement sowie eine breite Diversifikation über Regionen und Anlageklassen weiter an Bedeutung.

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Inflation und Zinsen

Nachdem sich die Inflationsentwicklung zu Beginn des Jahres zunächst weitgehend stabilisiert hatte, rückten im weiteren Jahresverlauf – insbesondere aufgrund steigender Energiepreise – wieder verstärkt Inflationsrisiken in den Fokus der Finanzmärkte. Bereits kleinere Veränderungen der Zinserwartungen können die Bewertungen von Aktien, Obligationen und Immobilien spürbar beeinflussen. Gleichzeitig wirken sich höhere Finanzierungskosten auf Unternehmen und die Realwirtschaft aus. Das Zinsumfeld bleibt damit einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die strategische Vermögensallokation von Pensionskassen.

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Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz bleibt ein wichtiger Wachstumstreiber der internationalen Aktienmärkte. Gleichzeitig nimmt die Marktkonzentration in vielen Aktienindizes weiter zu. Der zunehmende Einsatz passiver Anlagestrategien verstärkt diesen Trend zusätzlich, da kapitalisierungsgewichtete Indexfonds automatisch stärker in die grössten Unternehmen investieren. Dadurch steigt das Risiko, dass viele Portfolios unbewusst ähnliche Klumpenrisiken aufweisen.

Für institutionelle Anleger rückt deshalb weniger die Frage nach dem KI-Exposure als vielmehr nach dem Klumpenrisiko ihrer Portfolios in den Vordergrund. Dieses betrifft längst nicht mehr nur US-Technologieunternehmen, sondern zunehmend auch andere Märkte wie Taiwan oder Südkorea, deren Börsenindizes ebenfalls stark von einzelnen Halbleiter- und Technologieunternehmen geprägt werden. Eine sorgfältige Überprüfung der Asset-Allokation gewinnt vor diesem Hintergrund weiter an Bedeutung.

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Klima- und Transitionsrisiken

Klima- und Transitionsrisiken werden heute zunehmend als Bestandteil eines umfassenden finanziellen Risikomanagements betrachtet. Für institutionelle Anleger stellt sich verstärkt die Frage, wie sich regulatorische Entwicklungen, technologische Veränderungen und unterschiedliche Transformationsgeschwindigkeiten auf Unternehmen und Branchen auswirken können.

Gleichzeitig zeichnet sich ein Wandel in der Anlagestrategie vieler institutioneller Investoren ab. Neben klassischen Ausschlussstrategien rückt zunehmend die Frage in den Vordergrund, welche Unternehmen über glaubwürdige Transformationsstrategien verfügen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig nutzen Anlegerinnen und Anleger ihre Aktionärsrechte stärker, indem sie ihre Stimmrechte im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung wahrnehmen und den direkten Dialog mit den Unternehmen suchen.

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Private Markets

Infrastrukturanlagen, Private-Equity und Private-Debt gewinnen für viele Pensionskassen weiter an Bedeutung. Langfristige Ertragserwartungen, Diversifikationseffekte und teilweise inflationsgeschützte Cashflows machen diese Anlageklassen zu einer wichtigen Ergänzung traditioneller Aktien- und Obligationenportfolios. Gleichzeitig stellen Illiquidität, Bewertung und Kapitalabrufe höhere Anforderungen an das Portfoliomanagement.

Fazit.
Schweizer Pensionskassen befinden sich nach einer erfreulichen ersten Jahreshälfte in einer insgesamt soliden Ausgangslage. Für die kommenden Monate dürften jedoch weniger die kurzfristigen Renditen im Mittelpunkt stehen als vielmehr die Fähigkeit, neue Risiken frühzeitig zu erkennen und Portfolios entsprechend auszurichten. Dazu gehören insbesondere geopolitische Entwicklungen, das Zins- und Inflationsumfeld, die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz sowie Klima- und Transitionsrisiken. Wer diese Entwicklungen frühzeitig in den Anlageprozess integriert und Portfolios regelmässig auf neue Risiken überprüft, stärkt deren Widerstandsfähigkeit und schafft die Grundlage für langfristig stabile Anlageergebnisse.
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Älplisee Arosa
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