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GKB Hauptsitz
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Nachdem der Supreme Court in den USA die Zölle von Präsident Donald Trump mit seinem Urteil für unrecht erklärt hat, ist unklar, wie es an der Zollfront weitergeht. Zwar hat der US-Präsident bereits einen generellen Zoll von 15 Prozent erhoben, ob dieser jedoch Bestand hat, ist unklar. Klar ist, dass die Unsicherheiten aktuell wieder erhöht sind. Sollte man in einem derartigen Umfeld überhaupt investiert sein?
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Der beste Einstiegszeitpunkt war immer gestern – und der zweitbeste ist heute.
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Daniel Lüchinger, Chief Investment Officer

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist zwar kein Indikator für die Zukunft, doch bereits Mark Twain sagte: Die Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie reimt sich. Wenn wir einen Blick auf die Performance von zwei verschiedenen Strategien anhand von Aktien aus den USA seit 1970 werfen, fällt Folgendes auf: Die erste Strategie kauft immer dann Aktien, wenn die Kurse nicht mehr als 5 Prozent höher sind als die Tiefststände der letzten zwölf Monate und verkauft die Aktien wieder, sobald der Kurs in die Nähe des Höchststandes der letzten zwölf Monate steigt. Hier handelt es sich um eine sogenannte «Buy Low, Sell High»-Strategie. In der Vergangenheit hätte man damit eine jährliche Durchschnittsrendite von 1.5 Prozent erzielt. Im Vergleich dazu haben wir eine «Buy and Hold»-Strategie. Das heisst, einmal Aktien kaufen und dann daran festhalten. Hier hätten wir eine Rendite von über 11 Prozent pro Jahr erreicht.

Dieser Performanceunterschied erklärt sich so: Einerseits ist man mit der ersten Strategie nur selten investiert – nämlich nur in weniger als 15 Prozent der Fälle. Noch wichtiger: Die Aktienmärkte steigen in der Tendenz an, besonders ausgeprägt nach Höchstständen. 20 Wochen nach einem neuen Höchststand eines Indizes ist dieser mit grosser Wahrscheinlichkeit weiter angestiegen.

Die Rendite nach einem neuen Höchststand ist auch häufiger positiv als in anderen Phasen. Entsprechend folgt auf einen Allzeithöchststand meist ein neuer Allzeithöchststand. Ein Allzeithoch ist also kein Warnsignal, sondern oft ein Bestätigungssignal für einen intakten Aufwärtstrend.

Viele Anleger beabsichtigen, den bestmöglichen Einstiegszeitpunkt zu treffen, was in der Realität fast unmöglich ist. Diese Eigenschaft führt dazu, dass in der Vorbereitung auf die nächste grosse Aktienmarktkorrektur deutlich mehr Geld verloren wird als in der Krise selbst. Und: Wenn die Anlagestrategie gut diversifiziert umgesetzt wird, fällt die Korrektur in der Krise selbst ebenfalls weniger stark aus.

Der perfekte Einstiegspunkt hängt beim Anlegen nicht von der Beurteilung der aktuellen Situation ab. Wichtiger ist eine gründliche Planung: Wie lange ist mein Anlagehorizont? Welche Risiken bin ich bereit einzugehen? Und ganz wichtig: Wie hoch ist mein anlagefähiges Kapital? In Kombination mit einer langfristigen Perspektive und Geduld wird man so häufig belohnt.