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Die Schweiz im Portfolio.

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Domat Ems
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​​​​​​​​Schweizer Unternehmen stehen für Stabilität, Innovation und Qualität. Das macht hier ansässige Unternehmen zu einem beliebten Portfoliobestandteil. Doch in den letzten Jahren machten vor allem ame​rikanische Techkonzerne das Rennen bei der Kursentwicklung. GKB CIO Daniel Lüchinger ordnet ein, ob Schweizer Aktien eher ein defensiver Anker – oder eine Renditebremse im Portfolio sind.​

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​​​​​Schweizer Qualitätsunternehmen zeichnen sich nicht zwingend durch starkes Wachstum aus – aber sie verdienen konstant Geld und überstehen Krisen besser als der Durchschnitt​.​
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GKB CIO Daniel Lüchinger

Daniel Lüchinger, was zeichnet den Schweizer Aktienmarkt aus?

Der Schweizer Aktienmarkt bietet viel Qualität in den Branchen Pharma, Konsum und Industrie. Das heisst: Unternehmen mit stabilen Gewinnen, hoher Profitabilität, soliden Bilanzen und Wettbewerbsvorteilen. Ein Qualitätsunternehmen zeichnet sich nicht zwingend durch starkes Wachstum aus – aber es verdient konstant Geld und übersteht Krisen besser als der Durchschnitt. Deshalb sind Schweizer Aktien in der GKB Anlagestrategie ein wichtiger Baustein innerhalb der Aktienquote. Was fehlt, sind grosse Technologie- oder Rohstoffkonzerne. Diese waren in den letzten Jahren starke Renditetreiber.

Worauf soll man achten, wenn man in Schweizer Aktien investiert?

Der Schweizer Aktienmarkt ist speziell. Im Leitindex SMI machen die drei Unternehmen Roche, Novartis und Nestlé rund die Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung aus. Deshalb empfehlen wir eine aktive Umsetzung und berücksichtigen kleiner kapitalisierte Aktien stärker als den Gesamtmarkt. Gerade diese kleineren Unternehmen bieten oft gute Chancen und überzeugen mit Innovation, Effizienz und Wachstum.

In den letzten Jahren wurde das Kursfeuerwerk an der Börse in anderen Bereichen gezündet. Was macht Schweizer Aktien aktuell aus deiner Sicht interessant?

Das stimmt. Aus dieser relativ gesehen schwächeren Performance entstehen aber auch Chancen. Ich sehe drei wichtige Treiber: Erstens, die drei Schwergewichte nehmen Fahrt auf. Roche und Novartis haben einen guten Lauf an der Börse – sie haben also Momentum. Nestlé könnte den Turnaround nach mehreren schwachen Jahren schaffen. Zweitens, viele Unternehmen am Schweizer Aktienmarkt verzeichnen ein positives Umsatz- und noch wichtiger Gewinnwachstum. Drittens, gerade im Vergleich zu US-Technologieaktien, aber auch zu Schweizer Obligationen oder dem Zins auf dem Konto, ist die Dividende von Schweizer Aktien interessant.

Viele Schweizer Aktien gelten als sogenannte Qualitätstitel – aber Qualität hat ja bekanntlich ihren Preis. Wie fair sind Schweizer Aktien derzeit bewertet?

Die Fairness des Aktienpreises wird an der Börse oft am Verhältnis von Preis zu Gewinn gemessen, kurz KGV. Es zeigt, wie viele Jahre ein Unternehmen theoretisch Gewinne erzielen müsste, um den heutigen Aktienpreis zu rechtfertigen. Diese Grafik zeigt das KGV des Schweizer Aktienmarktes im Vergleich zum US-Technologie-Index Nasdaq. Im Vergleich weisen Schweizer Aktien ein deutlich tieferes KGV auf.

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Unterschied Kurs Gewinnverhältnis zwischen dem US-Technologieindex Nasdaq und dem Schweizer Aktienmarkt.
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Quelle: Bloomberg/GKB
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Wie wählt die GKB die besten Schweizer Aktien aus?

Um möglichst viele zukünftige Gewinner zu identifizieren, setzen wir auf einen aktiven, vor allem aber systematischen Ansatz. Bei der Selektion setzen wir auf eine Kombination von quantitativen Faktoren und der qualitativen Beurteilung durch unser erfahrenes Expertenteam. Für die quantitative Einschätzung haben wir ein eigenständig entwickeltes Faktormodell im Einsatz. Wir setzen vor allem auf eine Kombination von Momentum, Value und Qualität. Ausserdem achten wir in der Portfoliokonstruktion auf eine breite Diversifikation über alle Sektoren und betreiben ein aktives Risikomanagement. Diese Kombination funktioniert seit 15 Jahren gut und ist erfolgreich. Laut der Ratingagentur Morningstar gehören wir zu den besten Managern für Schweizer Aktien.

Lohnt es sich für Schweizerinnen und Schweizer denn überhaupt, in anderen Ländern zu investieren?

Ja unbedingt. Auch wenn Schweizer Aktien ein wichtiger Baustein in unseren Anlagen ist, sollten unbedingt auch andere Länder in die Investitionsentscheide miteinbezogen werden. Ausländische Investitionen lohnen sich speziell in Branchen, wo die Schweiz keine vergleichbaren Unternehmen hat, wie beispielsweise im Rohstoff oder IT-Bereich.

Fazit.

  • Schweizer Unternehmen verdienen konstant Geld und überstehen Krisen besser als der Durchschnitt. Sie zeichnen sich aber nicht zwingend durch starkes Wachstum aus.

  • Es sollten auch kleinere Unternehmen berücksichtigt werden. Schwergewichte bieten Stabilität, Nebenwerte Dynamik.

  • Allzu viel Heimatliebe im Portfolio ist suboptimal – eine Streuung der Risiken über verschiedene Anlageklassen, Anlagestile und Regionen ist entscheidend für den Anlageerfolg und reduziert das Risiko.