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Aussenaufnahme einer Fassade mit Fenstern
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GKB Marktkommentar.

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Was ist passiert?
Am Samstag, 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel Angriffe auf den Iran. Der iranische Staatspräsident Ali Chamenei kam dabei ums Leben. In der Folge reagierte der Iran mit Gegenschlägen gegen Israel und mehrere arabische Golfstaaten sowie der Schliessung der Strasse von Hormus. Die Schliessung der Strasse von Hormus entzieht dem globalen Öl- und Gasmarkt bedeutende Liefermengen. Wie stark die Auswirkungen auf die Realwirtschaft ausfallen, ist eng mit der Schliessung der Strasse von Hormus verbunden.
Die Reaktionen an den Finanzmärkten.
Die Reaktion der Finanzmärkte war vorerst mal eine «Risk-off-Bewegung». Die Aktienmärkte verzeichneten am Montag Kursverluste. Der Ölpreis legte zu und erreichte den höchsten Stand seit Monaten, die Gaspreise in Europa legten ebenfalls deutlich zu. Sichere Häfen wie der Schweizer Franken, US-Dollar oder Gold wurden vermehrt nachgefragt.
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Bei früheren Konflikten in der Region reagierten die Börsen nur vorübergehend.
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LSEG Datastream, Graubündner Kantonalbank
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Auswirkungen auf die Finanzmärkte.

Leider gehören geopolitische Spannungen und bewaffnete Konflikte zu unserer Weltordnung. Aufgrund des globalisierten Welthandels nehmen solche Unruhen Einfluss auf die internationalen Finanzmärkte. Aus Investmentsicht ist es in einer ersten Phase wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Geopolitische Spannungen und deren Horrorszenarien sind gut für Schlagzeilen, aber kein guter Indikator für Investitionsentscheide. Deshalb sollte man seine Investitionen vom Medienrauschen abgrenzen.

Selbstverständlich ist es wichtig, dass Konflikte individuell auf deren mannigfaltige Einflüsse betrachtet werden und zwischen einzelnen Anlageklassen differenziert wird. Im Allgemeinen haben die grosse Mehrheit der geopolitischen Ereignisse jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die mittel- bis längerfristige Performance der Aktienmärkte.

Einschätzung der GKB.

Der Einfluss des Irans auf die globalen Finanzmärkte ist begrenzt. Der Staat ist aufgrund von Sanktionen schon seit Jahren teilisoliert. Die wichtigsten Handelsbeziehungen hat der Staat mit China, das für einen Grossteil der Erdölexporte verantwortlich ist. Die möglichen Auswirkungen des Konflikts beziehen sich daher auf die Energieversorgung und die Energiepreise. Die Kontrolle über die Strasse von Hormus, eine Meerenge im Persischen Golf, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gastransports verläuft, stellt den wichtigsten strategischen Trumpf des Irans dar. Das Erliegen der Schifffahrtsroute durch die Strasse von Hormus hat zumindest kurzfristig Auswirkungen auf die Preise und die Verfügbarkeit von Erdöl und flüssigem Erdgas. Für Weltwirtschaft und Finanzmärkte ist entscheidend, wie lange die Blockade der Strasse von Hormus andauert. Wir gehen nicht von einem dauerhaften Konflikt aus, da es dabei eigentlich nur Verlierer geben würde.

Kriege sind immer eine humanitäre Katastrophe – für die Aktienmärkte gibt es in den meisten Fällen aber keinen Grund für starke Rücksetzer. In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass die globale Energieversorgung nur kurzfristig gestört wird. In diesem Fall wäre sie von kurzfristigen Schwankungen betroffen, könnte sich danach aber wieder erholen. Die zentrale Frage ist, wie schnell es den USA und Israel gelingt einen Sieg zu verkünden. Kritisch wird es, wenn die höheren Energiepreise (Rohöl in der Nähe von 100 USD) zu anhaltend höherer Inflation und höheren Zinsen führen mit entsprechenden Auswirkungen auf Wachstum und Unternehmensgewinne.

Krieg, Zölle, Konjunktur: Was den Markt aktuell bewegt.
Im GKB Anlage-Fokus vom 02.03.2026 spricht CIO Daniel Lüchinger mit Jens Korte über die aktuelle Stimmung an der Wall Street.
Zum Anlage-Fokus
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Fazit.
Mit einem langfristigen Anlagehorizont hat man gute Karten. Anstatt in Panik zu verfallen, sollte man am diversifizierten Portfolio festhalten. Oft bietet es sich sogar an, nach einem kurzfristigen Rückgang zusätzliche Aktien zu kaufen – dazu ist es jetzt aber noch zu früh.