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Die Wall Street auf Autopilot.

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GKB Chur
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An den Finanzmärkten schlägt die KI-Euphorie aktuell die Angst über die Auswirkungen des Iran-Krieges. Die Aktienmärkte laufen und laufen und haben in den USA in den letzten Wochen wieder neue Rekordstände erreicht. Daniel Lüchinger, CIO der Graubündner Kantonalbank, spricht mit Jens Korte in New York darüber, wie diese Entwicklungen zusammenpassen und ob die Wall Street zu euphorisch ist.

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Jens Korte und Daniel Lüchinger
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Derzeit treibt vor allem KI die US-Börsen an.
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Jens G. Korte, US-Börsenkorrespondent

Jens Korte, was sind die wesentlichen Treiber für die Rallye an den amerikanischen Aktienmärkten?

Um es einfach und verkürzt zu sagen: Derzeit treibt vor allem die Künstliche Intelligenz (KI) die US-Börsen an. Milliarden von Dollar fliessen in neue KI-Infrastruktur und Technologie. Das treibt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Aktienkurse an. Der S&P 500 Index, also das breite Börsenbarometer, hat die sechste positive Woche in Folge verbucht und dabei neue Rekordmarken aufgestellt. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die wohlhabenden Amerikaner. Weil die Börsen steigen, werden sie noch reicher – und geben weiterhin viel Geld aus. Das stützt die Wirtschaft. Etwas irreführend ist, dass die Konsumentenstimmung in den USA gerade einen neuen Tiefpunkt erreicht. Da die reichsten zehn Prozent der US-Bevölkerung aber inzwischen für mehr als die Hälfte aller Konsumausgaben verantwortlich sind, entwickelt sich die Wall Street trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Sorgen weiter positiv.

Die US-Wirtschaft präsentiert sich recht solide. Wird dieser Eindruck auch von den Arbeitsmarktzahlen der letzten Woche gestützt?

Es ist schon erstaunlich, denn wir haben im Moment viele Schlagzeilen über Massenentlassungen. Unter anderem auch weil immer mehr Unternehmen auf KI setzen. Aber insgesamt, und das zeigen die jüngsten Arbeitsmarktdaten, ist die Lage noch solide. Im April wurden 115'000 neue Jobs geschaffen. Gerechnet wurde nur mit 55'000 neuen Stellen. Wir sollten uns aber nicht zu sehr von diesen Zahlen blenden lassen. Es ist vor allem der Bereich Gesundheit und Pflege, der zu dem Jobwachstum beiträgt. Das zeigt nicht unbedingt eine besonders dynamische Volkswirtschaft, sondern eine langsam immer älter werdende Bevölkerung. Das ist mit Sicherheit einer der wesentlichen Faktoren, weshalb die Joblage noch recht komfortabel aussieht. Im verarbeitenden Gewerbe, also in der Industrie etwa, wurden im letzten Monat Jobs abgebaut.

Was könnte diese Rallye vom Kurs abbringen?

Herausforderungen gibt es auch an der Wall Street. Was in der näheren Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach nicht passieren wird, sind Zinssenkungen. Dafür ist schlicht und einfach die Inflation zu hoch. Das könnte zum Problem werden. Wir hatten hier zuletzt die höchsten Benzinpreise seit etwa vier Jahren. Das erklärt auch, warum die Stimmung der amerikanischen Konsumenten in der Breite nicht so gut ist. Dann allgemein die geopolitische Lage. Was passiert mit den Ölpreisen? Dann auch die Frage, ob wir verschleppende Effekte haben. Also ob die amerikanischen Konsumenten dann tatsächlich anfangen sollten, weniger zu konsumieren. Ob die Entlassungen, über die zuletzt geredet wurde, doch in die amerikanische Wirtschaft durchdringen. Das sind Faktoren, die die Euphorie abbremsen könnten.

Fazit
Die US-Aktienmärkte zeigen sich immer weniger stark beeindruckt vom hohen Ölpreis. Für weitere Zugewinne braucht es aber eine Lösung im Iran-Konflikt. Und diese ist noch nicht in Sicht. Entscheidend dürfte das Treffen zwischen Trump und Xi Jinping in dieser Woche sein.
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Älplisee Arosa
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