Eine zentrale Stütze der positiven Entwicklung war der Tourismus. Nach einem sehr schwachen März lagen die Logiernächte von April bis Juli deutlich über den jeweiligen Vorjahreswerten. Besonders kräftig fiel das Wachstum im Juli mit rund 12% aus. Auch die Bündner Bergbahnen verzeichneten eine erfreuliche Sommersaison: Von Mai bis Ende August 2026 lagen die Ersteintritte 11% über dem Vorjahresniveau und 13% über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Auch die Binnenwirtschaft zeigte sich standhaft. Die Kartenzahlungen als wichtiges Konsumindiz lagen seit April 2026 – mit Ausnahme des Junis – über den entsprechenden Werten von 2025. Dazu trugen neben der einheimischen Bevölkerung auch Feriengäste, Zweitwohnungsbesitzende und Tagesgäste bei.
Stabile Exporte und erste Entspannung am Arbeitsmarkt
Die realen Exporte Graubündens entwickelten sich trotz geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten insgesamt stabil. Die monatlichen Exportvolumen bewegten sich bis September meist in einer ähnlichen Grössenordnung wie 2024 und 2025. Auf Branchenebene zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Elektronik, Optik und Elektrik entwickelten sich positiv, während die Maschinenexporte weiterhin schwach blieben.
Auch am Arbeitsmarkt gibt es vorsichtig positive Signale. Die Zahl der Online-Stellenanzeigen lag im September 2026 rund 7% über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig fiel die Zahl der beim RAV gemeldeten Stellensuchenden im September erstmals leicht unter das Vorjahresniveau.
Weitere Informationen unter gkb.ch/wirtschaftsmonitor.
Über den Wirtschaftsmonitor Graubünden
Der Wirtschaftsmonitor Graubünden ist die dritte Ausgabe des Konjunkturberichts der Graubündner Kantonalbank und erscheint in Zusammenarbeit mit der FHGR und der Handelskammer Graubünden. Grundlage bildet der Swiss Regional Economic Index. Der Bericht ordnet die aktuelle Wirtschaftslage im Kanton ein und beleuchtet unter anderem das internationale Umfeld, die Konjunkturentwicklung, Exportwirtschaft, Verkehr, Tourismus und Arbeitsmarkt.