Erben und Vererben beschäftigt viele Menschen nur selten und oft erst spät. Dabei lohnt es sich, frühzeitig Klarheit zu schaffen. Wer seinen Nachlass rechtzeitig regelt, schützt nicht nur sein Vermögen, sondern entlastet auch die Familie. Diese fünf Tipps helfen, typische Stolpersteine zu vermeiden.
1. Frühzeitig regeln – nicht erst im Ernstfall
In der Schweiz gilt ohne Regelung die gesetzliche Erbfolge. Diese entspricht jedoch nicht immer den eigenen Vorstellungen – insbesondere bei Patchwork-Familien, Konkubinat oder wenn bestimmte Personen gezielt begünstigt werden sollen. Ein Testament oder ein Erbvertrag schafft Klarheit und gibt Ihnen Gestaltungsspielraum. Je früher Sie sich damit befassen, desto mehr Optionen stehen offen.
Faustregel: Ein Nachlass lässt sich am besten regeln, solange alle Beteiligten Zeit haben – und Entscheide ohne Druck getroffen werden können.
2. Testament oder Erbvertrag bewusst wählen
Nicht jede Situation verlangt dieselbe Lösung.
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Ein Testament eignet sich, wenn Sie allein entscheiden möchten.
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Ein Erbvertrag ist sinnvoll, wenn mehrere Personen verbindlich einbezogen werden sollen.
Wichtig ist, dass die Form stimmt: handschriftlich, datiert und unterschrieben oder öffentlich beurkundet. Fehler in der Form können dazu führen, dass ein Testament ungültig ist.