title

Ein langer Ruhestand will finanziert sein.

frontifyImage
https://media.ffycdn.net/eu/graubundner-kantonalbank/wtFkMNeVJmR5DQQMMW5L.jpg?filename=DJI_0408.jpg&assetId=eyJpZGVudGlmaWVyIjoyMDQ5NywidHlwZSI6ImFzc2V0In0%3D
frontifyImageDataJson
[{"alternativeText":"","filename":"DJI_0408.jpg","focalPoint":null,"id":"eyJpZGVudGlmaWVyIjoyMDQ5NywidHlwZSI6ImFzc2V0In0=","previewUrl":"https://media.ffycdn.net/eu/graubundner-kantonalbank/wtFkMNeVJmR5DQQMMW5L.jpg"}]
descriptionTitle

20, 30 oder 40 Jahre: Der Ruhestand kann heute einen erheblichen Teil des Lebens umfassen. Damit verändert sich auch die finanzielle Ausgangslage. Das angesparte Vermögen muss nicht nur zum Zeitpunkt der Pensionierung ausreichen, sondern über einen immer längeren Zeitraum das Einkommen ergänzen und die notwendige Liquidität sicherstellen. Entscheidend ist deshalb, das Gesamtvermögen so zu strukturieren, dass die finanzielle Sicherheit langfristig erhalten bleibt.

descriptionHideDescription
false
timeToReadActivate
true
timeToReadMode
auto
timeToReadNumber
5

Mit der Pensionierung beginnt auch finanziell eine neue Lebensphase. Das Erwerbseinkommen fällt weg und wird durch Leistungen aus AHV und Pensionskasse, Vorsorgekapital sowie Erträge und Entnahmen aus dem freien Vermögen ersetzt. Die steigende Lebenserwartung verlängert dabei den finanziellen Planungshorizont. Wer mit 65 in Pension geht, kann noch zwanzig, dreissig oder mehr Jahre vor sich haben.

Darin liegt eine zentrale Herausforderung: Wie lange das Vermögen zur Finanzierung des Ruhestands beitragen muss, lässt sich nicht exakt planen. Eine zu vorsichtige Planung kann Renditechancen ungenutzt lassen und die Kaufkraft durch Inflation schmälern. Zu hohe Risiken wiederum können dazu zwingen, in ungünstigen Marktphasen Vermögenswerte für den Lebensunterhalt verkaufen zu müssen. Gefragt ist eine Struktur, die Sicherheit, Liquidität und Rendite bedarfsgerecht verbindet.

Wann muss ich mich um meine Altersvorsorge kümmern?

Die kurze Antwort lautet: Jetzt. Oder in anderen Worten: So früh wie möglich. Denn Zeit schafft Handlungs- und Gestaltungsspielraum. Während der Erwerbsphase können Vorsorgelücken erkannt, Vermögen gezielt aufgebaut und steuerliche Möglichkeiten genutzt werden. Die Graubündner Kantonalbank (GKB) empfiehlt, die Pensionierung spätestens ab etwa 50 Jahren konkreter zu planen. Dabei geht es zunächst um grundlegende Fragen: Wie möchte ich im Ruhestand leben? Sind grössere Reisen oder Anschaffungen geplant? Welches Einkommen benötige ich dafür?

Je früher diese Fragen beantwortet werden, desto mehr Spielraum bleibt. Pensionsplanung ist kein einmaliger Entscheid kurz vor dem letzten Arbeitstag, sondern ein Prozess, der mit den Lebensumständen mitwächst.

Kann ich mir eine Frühpensionierung leisten?

Früher aussteigen oder das Pensum schrittweise reduzieren: Ob das möglich ist, lässt sich nur im Gesamtbild beantworten. Eine Frühpensionierung verlängert die Phase ohne Erwerbseinkommen und kann gleichzeitig Auswirkungen auf die späteren Vorsorgeleistungen haben. Entscheidend ist deshalb eine realistische Gegenüberstellung der erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Wie hoch sind die Leistungen aus AHV und Pensionskasse? Welche Mittel aus der Vorsorge und dem freien Vermögen stehen zur Verfügung? Welche Steuerfolgen entstehen? Und wie entwickelt sich das Vermögen, wenn über einen längeren Zeitraum regelmässig Kapital entnommen wird?

Verschiedene Szenarien machen Alternativen vergleichbar: Vielleicht lässt sich eine vollständige Pensionierung mit 60 nicht wie gewünscht realisieren, eine schrittweise Pensumsreduktion hingegen schon. Eine vorausschauende Planung schafft so auch Optionen.

Welches Einkommen habe ich im Rentenalter?

Mit dem Wegfall des Erwerbseinkommens entsteht eine neue Ausgangslage: Laufende Ausgaben bleiben bestehen, während die Einnahmeseite neu organisiert werden muss. Neben der AHV stehen die Leistungen aus der Pensionskasse, je nach gewählter Bezugsform als Rente, Kapital oder Kombination aus beidem. Hinzu kommen Gelder aus der dritten Säule sowie freies Vermögen. Diese Elemente müssen zusammenspielen.

Eine Liquiditätsplanung zeigt, welche laufenden und ausserordentlichen Ausgaben zu erwarten sind und welche sicheren Einkünfte ihnen gegenüberstehen. Dabei darf der Blick nicht beim ersten Pensionsjahr enden: Anfangs können Reisen und Freizeit wichtig sein, später Gesundheits-, Wohn- oder Unterstützungskosten. Aus dieser Betrachtung lässt sich ableiten, welcher Teil des Vermögens kurzfristig verfügbar sein muss und welche regelmässigen Erträge aus dem Vermögen allenfalls nötig sind, um den gewünschten Lebensstandard fortzuführen. Wer die Vermögensstrukturierung erfolgreich meistert, muss langfristige Anlagen nicht bei jeder unerwarteten Rechnung oder in einer ungünstigen Börsenphase verkaufen.

Wie bereite ich mich optimal auf meine Pensionierung vor?

Eine tragfähige Vermögensstruktur orientiert sich nicht allein am Alter, sondern vor allem daran, wann welches Geld benötigt wird. Diesem Grundsatz folgt auch die Beratung der GKB. Mittel für laufende und absehbare Ausgaben benötigen einen hohen Grad an Verfügbarkeit. Vermögen, das voraussichtlich erst in vielen Jahren benötigt wird, kann auch nach der Pensionierung weiterhin für den Vermögensaufbau investiert werden oder bereits zu Lebzeiten vererbt werden. Damit rückt das Gesamtvermögen in den Mittelpunkt: Bankguthaben, Wertschriften, Vorsorgegelder, Immobilien und Verpflichtungen sollten zusammengedacht werden. Erst ihr Zusammenspiel zeigt Liquidität, Risiken und langfristiges Renditepotenzial.

Gerade bei einem langen Ruhestand bleibt die Rendite relevant. Ein zu grosser Anteil unverzinster oder sehr defensiv angelegter Mittel kann über Jahrzehnte durch Inflation an Kaufkraft verlieren. Gleichzeitig verändert sich die Risikofähigkeit, wenn kein Erwerbseinkommen mehr vorhanden ist. Die passende Aufteilung ist daher individuell und muss sowohl den finanziellen Möglichkeiten als auch dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis entsprechen.

Planung endet nicht mit der Pensionierung

Jede Ruhestandsplanung bleibt eine Momentaufnahme. Kapitalmärkte, Inflation, persönliche Wünsche sowie gesundheitliche oder familiäre Ereignisse können die Voraussetzungen verändern. Deshalb gehört zur vorausschauenden Vermögensplanung auch die regelmässige Überprüfung. Stimmen die tatsächlichen Ausgaben noch mit dem Budget überein? Reichen die vorhandenen Reserven? Passt die Aufteilung des Vermögens weiterhin zur persönlichen Situation? Und können geplante Entnahmen auch unter veränderten Bedingungen langfristig getragen werden?

Langlebigkeit ist damit nicht nur ein Risiko, gegen das man sich absichern muss. Sie bedeutet zusätzliche Jahre mit neuen Möglichkeiten. Finanzielle Planung hat die Aufgabe, dafür den nötigen Spielraum zu schaffen. Wer früh beginnt, sein Gesamtvermögen auf die eigenen Ziele auszurichten, Liquidität bewusst plant und Sicherheit und Renditechancen sinnvoll aufeinander abstimmt, schafft die Grundlage dafür, dass ein langer Ruhestand vor allem eines bleibt: gewonnene Lebenszeit.

Autor: Hugo Blumenthal, Leiter Financial & Investment Advisory, Graubündner Kantonalbank

Mehr über unsere Vorsorge erfahren.
Mit einer durchdachten Vorsorge sorgen Sie schon heute für Freiheit und Gelassenheit morgen. So halten Sie Ihren Lebensstandard auch im Alter. Lassen Sie sich von unseren Expertinnen und Experten der GKB beraten.
Erfahren Sie mehr
https://media.ffycdn.net/eu/graubundner-kantonalbank/wTJKS3DBVZfX3s48CXao.jpg?filename=MittenimLeben_108359481_Print_CMYK.jpg&assetId=eyJpZGVudGlmaWVyIjoxMjI3NSwidHlwZSI6ImFzc2V0In0%3D
[{"alternativeText":"Glückliche Frauen beim gemeinsamen Wandern im Freien","filename":"MittenimLeben_108359481_Print_CMYK.jpg","focalPoint":null,"id":"eyJpZGVudGlmaWVyIjoxMjI3NSwidHlwZSI6ImFzc2V0In0=","previewUrl":"https://media.ffycdn.net/eu/graubundner-kantonalbank/wTJKS3DBVZfX3s48CXao.jpg"}]
Glückliche Frauen beim gemeinsamen Wandern im Freien
right