Thomas Roffler ist Präsident des Bündner Bauernverbands und bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Familie einen Landwirtschaftsbetrieb in Grüsch. Im Interview spricht er über die Besonderheiten der Bündner Landwirtschaft, den Nachwuchs in der Branche und weshalb eine verlässliche Finanzierung gerade bei Hofübernahmen und Investitionen eine wichtige Rolle spielt.
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«Wir haben keine Nachwuchssorgen.»
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Kuh
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Wie entwickelt sich die Bündner Landwirtschaft? Im Rahmen unserer KMU-Kampagne sprechen wir mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus Graubünden über ihre Erfahrungen, ihre Herausforderungen und darüber, was eine verlässliche Partnerschaft ausmacht.
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Herr Roffler, Sie sind Präsident des Bündner Bauernverbands. Welche Aufgaben übernimmt der Verband?
Der Bündner Bauernverband vertritt die Interessen der Bündner Landwirtschaft. Gemeinsam setzen wir uns mit Themen wie Agrarpolitik, Finanzen und der Weiterentwicklung der Landwirtschaft auseinander. Unser Ziel ist es, gute Rahmenbedingungen für die Bäuerinnen und Bauern im Kanton zu schaffen.
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Welche Themen beschäftigen den Bündner Bauernverband derzeit besonders?
Eines der wichtigsten Themen ist die Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2030. Der Bund arbeitet aktuell an einer neuen Landwirtschaftsgesetzgebung, die grosse Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben wird. Als Bauernverband begleiten wir diesen Prozess eng, bringen unsere Anliegen ein und setzen uns dafür ein, dass die Rahmenbedingungen auch künftig praxisnah und zukunftsfähig bleiben.
Was unterscheidet die Bündner Landwirtschaft von der Landwirtschaft in anderen Kantonen?
Graubünden ist stark von der Berglandwirtschaft geprägt. Wir sind der grösste Alpkanton der Schweiz und haben entsprechend viele Bergbauernhöfe und eine grosse landwirtschaftliche Nutzfläche. Die Alpwirtschaft nimmt mit ihren zahlreichen Sömmerungsbetrieben eine wichtige Rolle ein. Einzigartig ist auch die Landwirtschaft im Churer Rheintal und in der Bündner Herrschaft mit Futter-, Acker- und Gemüsebau sowie den vielen wertvollen Reblagen und Keltereien.
Oft hört man, dass die Landwirtschaft Nachwuchssorgen hat. Wie sieht das in Graubünden aus?
Zum Glück haben wir in Graubünden keine Nachwuchssorgen. Der Beruf ist für viele junge Menschen nach wie vor attraktiv und wir verzeichnen stabile Schülerzahlen in der landwirtschaftlichen Ausbildung. Gleichzeitig sehen wir auch ausserhalb der Landwirtschaft Interesse am Beruf.
Hofübernahmen und Investitionen sind oft mit hohen Kosten verbunden. Welche Rolle spielt dabei eine Bank?
Gerade ausserfamiliäre Hofübernahmen sind finanziell sehr anspruchsvoll. Auch Investitionen in Gebäude oder die Weiterentwicklung eines Betriebs sind heute mit enormen Kosten verbunden. Ohne eine Partnerbank lassen sich grössere Vorhaben oft nicht umsetzen. Deshalb ist eine verlässliche Finanzierung ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Betriebsentwicklung.
Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit der GKB?
Die Zusammenarbeit ist vielseitig. Einerseits begleitet die GKB viele Landwirtschaftsbetriebe als Partnerbank. Andererseits unterstützt sie den Bündner Bauernverband seit vielen Jahren, beispielsweise als Hauptsponsorin der «agrischa». Diese langjährige Partnerschaft ist für uns sehr wertvoll und zeigt die Verbundenheit der GKB mit der Bündner Landwirtschaft.