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Nicht jeder Weg führt direkt ins Familienunternehmen.

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Wer führt einen Familienbetrieb in die Zukunft? Im Rahmen unserer KMU-Kampagne sprechen wir mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus Graubünden über ihre Erfahrungen, ihre Herausforderungen und darüber, was eine verlässliche Partnerschaft ausmacht.

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Die Tarcisi Maissen SA in Trun begleitet Bauprojekte von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe und vereint verschiedene Handwerksbereiche unter einem Dach. Im Interview erzählen Flurin und Gino Maissen, was ihr Unternehmen auszeichnet, weshalb sie auf regionale Wertschöpfung setzen und wie die Nachfolge im Familienunternehmen zustande kam.
Ihr Unternehmen wurde vor genau 80 Jahren gegründet. Wie hat es sich seitdem entwickelt?
Flurin Maissen: Tarcisi Maissen, mein Vater, gründete das Unternehmen 1946 als Sägerei und Schreinerei. Über die Jahre kamen weitere Bereiche wie Zimmerei, Ofenbau, Schlosserei, Architektur und Naturstein dazu. Heute beschäftigen wir rund 60 Mitarbeitende und begleiten unsere Kundinnen und Kunden von der Planung bis zur Schlüsselübergabe.
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Regionalität spielt bei Ihnen eine wichtige Rolle. Weshalb?
Gino Maissen: Wir versuchen, möglichst mit regionalen Materialien zu arbeiten. Das gilt für Holz genauso wie für Naturstein. Viele Produkte entstehen mit Rohstoffen aus der Region und werden bei uns weiterverarbeitet. So generieren wir mit Bündner Ressourcen Wertschöpfung, anstatt diese von ausserhalb zu importieren. Nachhaltigkeit wird bei uns gelebt und nicht nur geschrieben.
Sie vereinen verschiedene Handwerksbereiche unter einem Dach. Was macht dieses Konzept aus?
Flurin Maissen: Für unsere Kundinnen und Kunden bringt das viele Vorteile. Die verschiedenen Bereiche arbeiten eng zusammen und stimmen sich laufend ab. Dadurch entsteht vieles aus einem Guss. Gleichzeitig haben unsere Kundinnen und Kunden eine zentrale Ansprechperson und können sich darauf verlassen, dass alle Beteiligten am gleichen Ziel arbeiten.
Gino, war für Sie schon immer klar, dass Sie das Familienunternehmen eines Tages übernehmen würden?
Gino Maissen: Nein. Nach der Matura begann ich zunächst ein Agrarwissenschaftsstudium und habe später zur Architektur gewechselt. Auch dann hatte ich noch keinen konkreten Plan, ins Familienunternehmen einzusteigen. Erst gegen Ende des Studiums wurde die Nachfolge zum Thema. Ich habe mir diesen Schritt gut überlegt und mich schliesslich bewusst dafür entschieden.
Ein Unternehmen wie das Ihre ist auf gute Fachkräfte angewiesen. Ist es schwierig, diese heute zu finden?
Gino Maissen: Ja, das ist es. Früher wurde bei uns ausschliesslich Romanisch gesprochen. Heute gehören Deutsch und teilweise auch Englisch zum Arbeitsalltag. Um qualifizierte Fachkräfte zu finden, müssen wir über die Region hinaus suchen. Teilweise sogar im Ausland. Das wiederum bedeutet, dass wir neue Mitarbeitende oft auch bei der Wohnungssuche unterstützen. Das gehört heute genauso zu unserem Alltag wie unsere eigentliche Arbeit.
Ihr Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren mit der GKB zusammen. Was schätzen Sie an dieser Zusammenarbeit?
Flurin Maissen: Die GKB begleitet uns seit Jahrzehnten. Mein Vater und Firmengründer Tarcisi Maissen entschied sich bereits vor mehr als 60 Jahren bewusst für einen Wechsel zur GKB. Diese Partnerschaft besteht bis heute. Wir schätzen vor allem den persönlichen Kontakt. Mit den Ansprechpartnern der GKB kann man jederzeit offen reden und gemeinsam Lösungen finden.