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«Bei Investitionen müssen wir Jahrzehnte vorausdenken.»

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Bergbahnanlage
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Wie plant man Investitionen, die für die nächsten 30 Jahre Bestand haben müssen? Im Rahmen unserer KMU-Kampagne sprechen wir mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus Graubünden über ihre Erfahrungen, ihre Herausforderungen und darüber, was eine verlässliche Partnerschaft ausmacht.

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Die Corvatsch Bergbahnen gehören zu den grossen Bergbahnunternehmen Graubündens. Im Interview spricht CEO Markus Moser über veränderte Gästebedürfnisse, langfristige Investitionen und darüber, weshalb eine Bank für ihn mehr sein sollte als ein Finanzierungspartner.
Herr Moser, was zeichnet die Corvatsch Bergbahnen aus?
Wir sind ein Ganzjahresbetrieb und sehr stolz darauf. An 365 Tagen im Jahr sind entweder die Diavolezza, der Corvatsch oder beide Bergbahnen geöffnet. Unser Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte zurück und beschäftigt im Vollbetrieb im Winter knapp 300 Mitarbeitende. Damit gehören wir zu den grossen acht Bergbahnunternehmen im Kanton Graubünden.
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Bergbahnen müssen hohe Summen investieren. Wie weit im Voraus planen Sie?
Wir haben bei unseren Investitionen einen sehr langfristigen Zeithorizont. Wenn wir eine neue Transportanlage bauen, investieren wir für die nächsten 25, 30 oder sogar 35 Jahre. Allein Planung und Bewilligungsverfahren können mehrere Jahre dauern. Gleichzeitig verändern sich die Bedürfnisse unserer Gäste laufend. Weitsicht, Flexibilität und Adaption sind Fähigkeiten, welche die Branche auszeichnen.
Was macht für Gäste heute einen gelungenen Tag im Skigebiet aus?
Früher stand die sportliche Aktivität, das Skifahren, im Vordergrund. Heute suchen die Gäste ein möglichst einzigartiges Erlebnis. Sie möchten sich im Skigebiet bewegen, unterschiedliche Orte entdecken, die Aussicht geniessen, sich an regionaler Kulinarik erfreuen und einen erfüllenden Tag erleben. Diese veränderten Bedürfnisse fliessen auch in unsere Investitionsentscheidungen ein.
Was bedeutet das konkret für die Weiterentwicklung des Skigebiets?
Wir prüfen sehr genau, wie wir bestehende Anlagen optimieren und gleichzeitig den Komfort und das Erlebnis für unsere Gäste verbessern. Aktuell planen wir beispielsweise, eine Sesselbahn und zwei Skilifte durch weniger Anlagen zu ersetzen und damit dennoch ein besseres Angebot zu schaffen. Es geht also nicht einfach darum, mehr zu bauen, sondern gezielt zu investieren.
Welche Rolle spielt die Bank bei solchen Investitionsentscheidungen?
Für uns ist wichtig, dass eine Bank nicht nur die Zahlen betrachtet, sondern auch den Tourismus und insbesondere das Bergbahngeschäft versteht. Es ist wertvoll, wenn wir uns mit unserem Finanzierungspartner auch über die Sinnhaftigkeit einer Investition austauschen können. Das ist bei der GKB der Fall. Sie kennt unser Metier und denkt mit.
Was schätzen Sie darüber hinaus an der GKB?
Die GKB schaut über das Finanzielle hinaus und engagiert sich für den Kanton als Ganzes. Das erlebe ich auch als Präsident von Bergbahnen Graubünden. Projekte wie das «NextGen Tourism Board» oder die «graubünden job match»-App wurden von der GKB finanziell und beratend unterstützt. Solche Initiativen helfen den Unternehmen vor Ort und stärken letztlich den gesamten Wirtschaftsstandort Graubünden.