Hypotheken einfach erklärt – Ihr Wegweiser zum Eigenheim
Der Kauf einer Immobilie ist für viele eine der grössten finanziellen Entscheidungen im Leben. Doch Begriffe wie Hypothek, Amortisation oder Belehnung können auf den ersten Blick verwirrend wirken. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen zum Thema Hypotheken, damit Sie bestens informiert in Ihr Eigenheim-Projekt starten.
Es gibt unterschiedliche Arten von Hypotheken, die sich in ihrer Zinsbindung und Flexibilität unterscheiden. Welches Modell gewählt wird, hängt von der persönlichen Risikobereitschaft und Lebenssituation ab:
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Festhypothek: Sie vereinbaren einen festen Zinssatz über eine im Voraus bestimmte Laufzeit (z. B. 2 bis 10 Jahre). Das schützt vor steigenden Zinsen und ist ideal für eine maximale Planungssicherheit beim Budget.
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Geldmarkt-Hypothek (SARON): Der Zinssatz ist variabel und orientiert sich laufend an den aktuellen Marktbedingungen. Dieses Modell eignet sich, wenn man flexibel bleiben und von allfällig sinkenden Zinsen profitieren möchte.
Die Amortisation beschreibt die Rückzahlung Ihrer Hypothekenschuld. Dabei wird zwischen zwei Formen unterschieden:
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Direkte Amortisation: Sie zahlen die Hypothek in regelmässigen Raten direkt an die Bank zurück. Dadurch sinkt die Schuldenlast und somit auch die laufende Zinsbelastung stetig.
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Indirekte Amortisation: Sie zahlen den Rückzahlungsbetrag nicht direkt an die Bank, sondern auf ein Vorsorgekonto der Säule 3a ein. Dieses Guthaben wird zugunsten der Bank verpfändet und später (meist bei der Pensionierung) auf einen Schlag zur Tilgung verwendet.
Der grosse Vorteil: Die Einzahlungen in die Säule 3a können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
Die Belehnungsgrenze gibt an, wie viel Prozent des Immobilienwerts durch eine Hypothek finanziert werden können. In der Schweiz liegt diese Grenze in der Regel bei 80 %.
Beispiel:
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Kaufpreis der Immobilie: CHF 1'000'000
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Eigenkapital: CHF 200'000 (20%)
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Hypothek: CHF 800'000 (80%)