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Urbane Kunst in der Alpenstadt.

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Am 26. Juni 2026 startet das Wand Festival in Chur. Während drei Tagen verwandeln internationale Künstlerinnen und Künstler die Stadt in eine grosse Outdoor-Galerie. Die Graubündner Kantonalbank unterstützt das Festival als Main Partner – für Vielfalt und Kultur in der Region.

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Erfahren Sie mehr über die Geschichte von Gründer Bane und dem Wand Festival – im Video und Interview.
GKB Engagement – Wand Festival
Strassenkunst in Chur. Entdecken Sie mehr über Bane und das Wand Festival.
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Gibt es den Moment, in dem du dich entschieden hast, das Festival auf die Beine zu stellen? Was war der Urgedanke?

Ja, den Moment gab es. 2016 war ich vom vielen Reisen und Malen an Festivals ziemlich ausgebrannt. Ich habe gemerkt, dass ich meinen Fokus wieder auf meine Heimat legen will und dass ich das, was ich im Ausland überall erlebt habe, auch hier sehen möchte.

Im Ausland wird Mural und Graffiti Kultur in vielen Städten zelebriert und gelebt. In der Schweiz gab es so ein Format damals kaum. Der Urgedanke war deshalb simpel: Ich wollte so ein Festival in die Schweiz bringen und uns allen hier dieses Erlebnis schenken.

Was hat sich im Vergleich zur 1. Ausgabe für dich verändert?

Sehr viel. Und gleichzeitig ist das, was heute passiert, genau so, wie ich es von Anfang an im Kopf hatte.

Die grösste Veränderung, die stattgefunden hat, ist die Bereitschaft, uns zu unterstützen. Am Anfang haben viele eher fragend geschaut, heute spürt man echte Begeisterung. Über die Jahre sind wir gewachsen: als Team, in der Sichtbarkeit und vor allem im Vertrauen, das uns Partner, Stadt und Community entgegenbringen.

Was würdest du heute anders machen?
Ich würde viel früher eine Projektleiterin ins Boot holen.
Warum entscheidet sich ein Künstler, Streetart zu machen? Und wie war das bei dir?
Bei mir war es so: Ich wollte schon seit meiner frühen Jugend grosse Bilder malen. Ich musste aber zuerst durch tiefe Abgründe gehen und erstmal alles verlieren. Und wenn man nichts mehr hat, wird Angst plötzlich kein Thema mehr. Genau das hat mir ermöglicht, von null anzufangen und wirklich angstfrei zu arbeiten.
Wie gehst du mit der Kommerzialisierung von Street Art um? Hat das einen positiven oder negativen Einfluss auf das Festival?

Grundsätzlich stehe ich Fortschritt nicht im Weg, solange es niemandem schadet. Street Art entwickelt sich weiter, und wenn diese Entwicklung positiv ist, nimmt die Gesellschaft das irgendwann auf. Das kann auch Chancen bringen.

Fürs Festival kann Kommerzialisierung dann positiv sein, wenn sie Ressourcen schafft und fair bleibt. Mehr Möglichkeiten heisst: Wir können ein Festival auf die Beine stellen, freie Arbeiten ermöglichen und im Kunsthandwerk bei Aufträgen fairere Löhne zahlen. Negativ wird es dort, wo der Inhalt nur noch Mittel zum Zweck ist oder die Szene ausgenutzt wird.

Welche Augenblicke machen das Wand Festival für dich zu einem Erfolg?
Für mich ist das Wand Festival ein Erfolg, wenn uns Menschen auf der Strasse mit einem Strahlen im Gesicht Danke sagen. Und wenn ich in einer ruhigen Minute an einem der Murals vorbeilaufe und diese Energie spüre, die von der Wand ausgestrahlt wird.
Jede Vision braucht Rückenwind. Wer hat dir Mut gemacht, wenn es mal schwierig war?
Mein Team. Und die Erkenntnis, dass wir breit lokal unterstützt werden. Das zeigt mir, dass unsere Heimat sich mit dem identifiziert, was wir machen. In schwierigen Momenten gibt genau das Mut, weil es dann nicht mehr mein Projekt ist, sondern unser gemeinsames. Es wird zu einem gemeinsamen Projekt.
Was wünscht du dir für die Zukunft des Wand Festivals?
Ich wünsche mir, dass wir jedes Mal besser werden, aus Fehlern lernen und der Spirit dabei erhalten bleibt. Dass wir innovativ am Ball bleiben und den Mut behalten, Dinge weiterzuentwickeln, ohne unsere Wurzeln zu vergessen. Und natürlich wünsche ich mir, dass die Unterstützung unserer Partner und der Bevölkerung weiterhin da ist. Finanzielle Sicherheit gibt uns mehr Spielraum, um Qualität und Innovation langfristig aufzubauen.