GKB Vorsorge Schweiz

Ihr Vorsorgewissen. Unsere Zusammenfassung

Das Wichtigste zur Vorsorge in der Schweiz für Sie zusammengefasst.

​Die Vorsorge in der Schweiz beruht auf dem 3-Säulen-Prinzip. Ziel dieses bewährten Sozialversicherungssystems ist es, den gewohnten Lebensstandard beibehalten zu können – im Alter, bei Invalidität und über den Tod hinaus mit der Absicherung der Hinterbliebenen. Die obligatorischen Leistungen aus der 1. und 2. Säule decken mindestens 60 Prozent des zuletzt bezogenen Lohnes ab.

 

Vorsorge Schweiz – die 3 Säulen

  • 1. Säule – Existenzsicherung (staatliche Vorsorge)
  • 2. Säule – Erhaltung des Lebensstils
  • 3. Säule – Individuelle Ergänzung

 

 

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Vorsorge im 3-Säulen-Konzept 

 

Tragweite der Vorsorge Schweiz

Im Verhältnis zu den Erwerbstätigen leben immer mehr Rentnerinnen und Rentner in unserem Land. Da die erwerbstätigen Personen die Renten der AHV bezahlen, entstehen deshalb in den nächsten Jahrzehnten Finanzierungsprobleme. Hinzu kommt: Die Geburtenzahlen sind rückläufig und die Lebenserwartung steigt. Die Sozialvorsorge in der Schweiz blickt deshalb in eine ungewisse Zukunft. Und die 3. Säule gewinnt an Bedeutung – die individuelle, private Vorsorge

  • 1. Säule
  • 2. Säule
  • 3. Säule
  • Anpassungsbedarf im Vorsorgesystem bis 2020
  • Frühpensionierung
Die erste, staatliche Säule besteht aus der AHV (Alters- und Hinterlassenenvorsorge) und der IV (Invalidenvorsorge). Die Leistungen aus dieser Säule sichern den Existenzbedarf. Die AHV/IV ist für die ganze Schweizer Bevölkerung obligatorisch – also auch für Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige, etwa Mütter oder Väter, die den Haushalt führen und ihre Kinder betreuen. Die AHV/IV-Beitragspflicht beginnt für Erwerbstätige am 1. Januar nach vollendetem 17. Altersjahr. Die Höhe der Rente hängt von der Höhe der Beiträge und der Beitragsdauer ab. Fehlende Beitragsjahre führen zu einer entsprechenden Kürzung der Altersrente. Die Leistungen der 1. Säule werden hauptsächlich mit den Beiträgen der Versicherten und der Arbeitgeber (Umlageverfahren) finanziert.
​Die 2. Säule umfasst die berufliche Vorsorge (Pensionskasse BVG). Diese soll die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung ermöglichen. Der 2. Säule müssen sich nur Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen anschliessen, die einen Lohn von mindestens CHF 20'520.– (Stand 1.1.2010) beziehen. Versichert sind Tod und Invalidität, ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres. Ab dem 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres werden die Altersleistungen angespart. Die Leistungen der 2. Säule werden nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanziert.

​Die 3. Säule ist freiwillig und dient zur Deckung weitergehender Bedürfnisse. Vor allem bei Personen mit hohen Einkommen und entsprechenden Bedürfnissen reichen die 1. und 2. Säule nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter beizubehalten. Die 3. Säule dient zudem dazu, allfällige Leistungslücken aus der 1. und 2. Säule abzudecken. Im Unterschied zum gewöhnlichen Sparen sind Einlagen in die 3. Säule teilweise steuerlich begünstigt und deshalb auch in jungen Jahren attraktiv. Man unterscheidet zwischen der gebundenen Vorsorge, der Säule 3a, und der freien Vorsorge, der Säule 3b.

Säule 3a – die gebundene Vorsorge

Die Säule 3a ermöglicht es Personen mit einem AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen, individuell ihr eigenes Alterskapital aufzubauen. Die einbezahlten Beiträge bleiben dabei während der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlaufzeit gebunden. Dafür geniesst diese Sparform umfassende Steuervorteile: Die Einzahlungen bis zum gesetzlich erlaubten jährlichen Maximalbetrag lassen sich vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Und die Erträge sind von der Einkommens- und Verrechnungssteuer befreit. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man das angesparte Kapital auch vor Ablauf der vorgeschriebenen Mindestlaufzeit beziehen.

Säule 3b – die freie Vorsorge

Die Säule 3b vereint alle Vermögenswerte, die sich keiner anderen Säule zuweisen lassen. Zur freien Vorsorge gehören neben dem klassischen Sparen auf dem Sparkonto auch Wertschriftenanlagen, Liegenschaften oder Lebensversicherungen. Diese geniessen zum Teil rechtliche und steuerliche Vorteile.

Unsere Altersvorsorge steht vor grossen Herausforderungen. Die steigende Lebenserwartung und das schwierige Zinsumfeld erfordern eine umfassende Anpassung unseres Vorsorgesystems. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge das AHV-Rentenalter erreichen werden. Ohne Intervention würde bis ins Jahr 2030 ein Defizit in der AHV von rund 8,3 Milliarden Franken resultieren. Die gesetzlichen Mindestleistungen der Pensionskassen sind ebenfalls nicht ausreichend finanziert, was zu einem Grossteil mit den zu hohen Umwandlungssätzen zusammenhängt.

Mehr Informationen gibt es in der Vorsorgezeitung

​Rund ein Drittel der Erwerbstätigen in der Schweiz zieht eine frühzeitige Pensionierung in Betracht. Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen, vor dem ordentlichen Pensionierungsalter in Rente zu gehen, gilt es, ein paar wichtige Punkte zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich, spätestens 3 bis 5 Jahre, optimal bereits 10 Jahre vor der Pensionierung konkrete Überlegungen anzustellen:

  • Können Sie sich eine Frühpensionierung leisten?
  • Wollen Sie die AHV-Rente früher beziehen oder weiterarbeiten?
  • Beziehen Sie Ihre Pension als Kapital oder Rente?
  • Wie wirkt sich eine Frühpensionierung auf Ihre Vorsorgegelder aus?

Je früher Sie in den Ruhestand treten, desto früher ist eine Standortbestimmung angesagt. Wichtig dabei ist eine gute Planung. Am besten stellen Sie die Weichen bereits mit 50.

Frühpensionierung hat ihren Preis

Eine AHV-Rente kann ein bis zwei Jahre vorbezogen werden. Dies hat seinen Preis: Die Rente wird lebenslang gekürzt. Ausserdem müssen Frührentner weiterhin Beiträge an die AHV zahlen, bis sie das ordentliche Rentenalter erreichen. Sie gelten als nicht erwerbstätig, womit sich ihre Beiträge nach ihrem Vermögen und ihrem Renteneinkommen richten. Ob sich ein Vorbezug der AHV-Rente lohnt, muss im Einzelfall geprüft werden.

Entscheid für Rente oder Kapital frühzeitig treffen

Wer vorzeitig in den Ruhestand tritt, kann seine Pension mehrere Jahre vor dem ordentlichen Pensionierungsalter beziehen, frühestens jedoch mit 58 Jahren. Für jedes Jahr des Vorbezugs wird die Rente entsprechend gekürzt.
Der Entscheid für Rente oder Kapital muss möglichst früh und sorgfältig getroffen werden. Ausschlaggebend sind die persönlichen Vermögensverhältnisse, die familiäre Ausgangslage und weitere Einkommen.

Verschiedene Lösungen

Eine Frühpensionierung ist kostspielig. Gelingt es Ihnen aber, durch eine geschickte Planung die entstehenden Lücken mit anderen Mitteln zu decken, steht dem frühzeitigen Ruhestand nichts im Wege. Für die Finanzierung der Deckungslücken können Sie die gebundene Vorsorge (Säule 3a), die freie Vorsorge (Säule 3b) und natürlich Ihr freies Vermögen einsetzen. In einigen Fällen gibt es auch die Lösung, dass der Arbeitgeber mit einer AHV-Überbrückungsrente die Frühpensionierung finanziell ermöglicht.

Mehr Informationen gibt es in der Vorsorgezeitung

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