Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat an ihrer Sitzung im Dezember den Leitzins unverändert bei 0.0% belassen und setzt damit ihre expansive Geldpolitik fort. Entlang der Zinskurve steigen die CHF-Swap-Renditen bis zu einer Laufzeit von 10 Jahren auf rund 0.4%.
Das Bild bei die Schweizer Franken Zinsen zeigt sich seit Monaten weitgehend unverändert: Die Inflation bewegt sich nahe der unteren Bandbreite des Zielbandes der SNB von 0.0% bis 2.0%, und der Schweizer Franken präsentiert sich stark. Im Januar lag die Teuerung bei 0.1%. Die Inflation bei importierten Gütern bleibt weiterhin niedrig. Haupttreiber ist der starke Schweizer Franken, der Importe verbilligt und so den Inflationsdruck dämpft. Martin Schlegel, Präsident des Direktoriums der SNB, räumt jedoch ein, dass die Inflationsrate in einzelnen Monaten wieder ins Negative fallen kann. Im letzten Quartal konnte die Schweizer Wirtschaft nach einem negativen Vorquartal wieder leicht zulegen. Frühindikatoren weisen auf ein anhaltendes moderates Wachstum zum Jahresauftakt hin, und auch jüngste Wirtschaftsdaten aus der Eurozone lassen uns leicht optimistisch stimmen. Unter diesen Bedingungen rechnen wir mit einem unveränderten SNB-Leitzins von 0.0%.
Jüngste geopolitische Entwicklungen sorgen derzeit für mehr Volatilität an den Finanzmärkten. Die Eskalation zwischen den USA und Israel und dem Iran hat die Ölpreise deutlich steigen lassen, was wiederum den Inflationsdruck erhöht und die Zinsen nach oben treibt.
In der Eurozone ist die Inflation im Januar auf 1.7% gefallen und damit auf den tiefsten Wert seit der Pandemie. Zudem liegt die Teuerung unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2.0%. Der Einlagesatz notiert ebenfalls bei 2.0% und dürfte damit in der Nähe des Gleichgewichtszinses liegen. Wir stufen die Geldpolitik der EZB daher als neutral ein und erwarten im ersten Halbjahr unveränderte Leitzinsen.