Antworten auf Fragen zu Anlagelösungen mit Nachhaltigkeitsbezug
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Was versteht man unter einer traditionellen Anlagelösung?
Eine traditionelle Anlagelösung verfolgt primär finanzielle Ziele wie Rendite, Risiko und Liquidität. ESG- oder Nachhaltigkeits-aspekte sind nicht integraler Bestandteil der Anlagestrategie und werden nicht systematisch berücksichtigt.
Punktuell können einzelne Anlageinstrumente eingesetzt werden, die auf Produktebene ESG-Aspekte berücksichtigen. Dies begründet jedoch keine ESG- oder Nachhaltigkeitsausrichtung der Anlagelösung.
Traditionelle Anlagelösungen eignen sich insbesondere für Kundinnen und Kunden mit dem ESG-Profil «Neutral».
Was versteht man unter einer ESG-Anlagelösung?
Eine ESG-Anlagelösung verfolgt primär finanzielle Ziele wie Rendite, Risiko und Liquidität. ESG-Aspekte werden systematisch in den Anlageprozess integriert, insbesondere zur Steuerung von Risiken und zur Optimierung des Rendite-/Risikoverhältnisses.
Die Anlagelösung verfolgt kein explizites Nachhaltigkeitsziel und verpflichtet sich nicht zu einem Mindestanteil nachhaltiger Anlagen. Einzelne Anlagen können Nachhaltigkeitsmerkmale aufweisen, ohne dass daraus ein Nachhaltigkeitsziel abgeleitet wird.
ESG-Anlagelösungen eignen sich für Kundinnen und Kunden mit den ESG-Profilen «ESG» und «ESG Plus».
Was versteht man unter einer nachhaltigen Anlagelösung?
Eine nachhaltige Anlagelösung verfolgt neben finanziellen Zielen auch ein explizites Nachhaltigkeitsziel in Form eines Verträglichkeitsziels. ESG-Kriterien werden systematisch in den Anlageprozess integriert, um ökologische und/oder soziale Merkmale gezielt zu fördern.
Die Anlagelösung ist darauf ausgerichtet, dass mindestens 70 % der Anlagen die festgelegten Nachhaltigkeitsvorgaben der Bank erfüllen. Ein Beitrag zu Nachhaltigkeit kann angestrebt aber nicht garantiert werden.
Nachhaltige Anlagelösungen eignen sich für Kundinnen und Kunden mit den ESG-Profilen «ESG» und «ESG Plus».
Welches Nachhaltigkeitsziel verfolgen nachhaltige Anlagelösungen und wie wird es umgesetzt?
Das verfolgte Nachhaltigkeitsziel ist ein Verträglichkeitsziel im Sinne der Selbstregulierung für nachhaltige Finanzanlagen der Schweizerischen Bankiervereinigung. Ziel ist es, neben der Optimierung des Rendite-/Risikoverhältnisses gezielt ökologische und soziale Merkmale zu fördern.
Zur Umsetzung dieses Ziels gelten unter anderem folgende Grundsätze:
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Die Anlagelösung ist darauf ausgerichtet, dass ein wesentlicher Anteil der bewertbaren Anlagen die Vorgaben der GKB Sustainable Investment Policy erfüllt (Richtwert: mindestens 70 %).
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Die Umsetzung des Ziels erfolgt primär nach einem Best-in-Class-Ansatz.
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Die Zielerreichung wird anhand definierter Indikatoren überwacht, insbesondere anhand des Portfolio-ESG-Scores im Vergleich zur Benchmark.
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Die Einhaltung des Nachhaltigkeitsziels wird regelmässig überprüft.
Die konkrete Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsziels, die angewendeten Nachhaltigkeitsansätze sowie die verwendeten Kennzahlen sind im Produktbeschrieb «GKB-Standardmandate» auf der Website der Bank detailliert beschrieben.
Antworten auf Fragen zur Kategorisierung der Anlagelösungen der GKB
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Welche Arten von Anlagelösungen unterscheidet die GKB nach Nachhaltigkeitsgrad?
Die GKB unterscheidet zwischen traditionellen Anlagelösungen, ESG-Anlagelösungen und nachhaltigen Anlagelösungen. Die Einteilung erfolgt anhand der Rolle, welche ESG-Aspekte im Anlageprozess spielen, sowie anhand der Frage, ob ein explizites Nachhaltigkeitsziel verfolgt wird.
Was ist der Unterschied zwischen ESG- und nachhaltigen Anlagelösungen?
ESG-Anlagelösungen integrieren ESG-Aspekte systematisch zur Risikosteuerung und Optimierung des Rendite-/Risikoverhält-nisses, verfolgen jedoch verfolgen kein explizites Nachhaltigkeits- oder Wirkungsziel.
Nachhaltige Anlagelösungen verfolgen zusätzlich ein ausgewiesenes Nachhaltigkeitsziel und fördern gezielt ökologische und/oder soziale Merkmale.
Was bedeutet ein explizites Nachhaltigkeitsziel?
Ein explizites Nachhaltigkeitsziel bedeutet, dass ökologische und/oder soziale Merkmale verbindlicher Bestandteil der Anlagestrategie sind. Die Zielerreichung wird anhand definierter Kriterien überwacht. Ein positiver Beitrag zur Nachhaltigkeit wird angestrebt, jedoch nicht garantiert.
Wie werden Anlagelösungen den ESG-Präferenzen zugeordnet?
Die ESG-Präferenzen der Kundinnen und Kunden bestimmen, welche Kategorie von Anlagelösungen für sie geeignet ist. Kundinnen und Kunden mit neutraler ESG-Präferenz werden in der Regel traditionellen Anlagelösungen zugeordnet, während ESG- und nachhaltige Anlagelösungen für Kundinnen und Kunden mit ESG- oder ESG-Plus-Präferenz vorgesehen sind.