Graubünden verzeichnete im Jahr 2025 mit 1.2 % ein respektables BIP-Wachstum und lag damit leicht über dem Schweizer Durchschnitt. Getragen wurde dieses Ergebnis vor allem vom starken ersten und dritten Quartal 2025. Demgegenüber stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung im vierten Quartal 2025 sowie im ersten Quartal 2026. Für den März 2026 weist die Schätzung des Swiss REco-Index für Graubünden sogar ein leicht negatives Wachstum von −0.2 % aus.
Ein Vergleich mit dem Wallis verdeutlicht diese Entwicklung: Zwar wuchs die Walliser Wirtschaft im Gesamtjahr 2025 etwa gleich stark wie jene Graubündens. Im Unterschied zu Graubünden verzeichnete das Wallis jedoch auch im vierten Quartal 2025 und im ersten Quartal 2026 weiterhin eine Wachstumsrate über 1 %.
Ein Grund für das verhaltene Wachstum in Graubünden liegt im Basiseffekt, also im starken ersten Quartal 2025. Auch im Wallis war die Wirtschaft bereits im ersten Quartal 2025 deutlich gewachsen. Im Jahr 2026 wurde dieses hohe Niveau jedoch nochmals klar übertroffen. In den folgenden Analysen gehen wir der Frage nach, welche Gründe zur rückläufigen Wachstumsdynamik Graubündens beigetragen haben könnten.