Das internationale Umfeld bleibt von erheblichen geo- und handelspolitischen Unsicherheiten geprägt. Zu den wichtigsten Risiken zählen die Konflikte im Nahen Osten, die erhöhten Energiepreise und die weiterhin schwer vorhersehbare Handelspolitik, insbesondere der USA. Für die Schweiz kommen dadurch zusätzliche Unsicherheiten für exportorientierte Unternehmen hinzu. Gleichzeitig eröffnet das seit Oktober 2025 geltende Freihandelsabkommen der EFTA mit Indien neue Absatzmöglichkeiten und verbessert den Marktzugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte weltweit.
Für die Schweizer Exportwirtschaft ist auch die Wechselkursentwicklung von grosser Bedeutung. Der Franken hat sich seit 2020 nominal handelsgewichtet deutlich aufgewertet. Real, also unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Preisentwicklung zwischen der Schweiz und ihren Handelspartnern, fällt die Aufwertung jedoch wesentlich geringer aus. Der Hauptgrund dafür ist die im internationalen Vergleich deutlich tiefere Inflation in der Schweiz. Im Verlauf des Jahres 2026 hat sich der Franken real wieder etwas abgeschwächt, was die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen teilweise verbessert. Die Auswirkungen unterscheiden sich allerdings je nach Branche und Absatzmarkt.
Auch die Inflation bleibt in der Schweiz trotz höherer Energiepreise im internationalen Vergleich tief. Im September 2026 lag die Jahresteuerung bei 1.0 %, nach 0.8 % im August. Gegenüber dem Vormonat blieben die Konsumentenpreise insgesamt unverändert. Damit bewegt sich die Inflation weiterhin in einem für die Schweiz moderaten Bereich. Insgesamt bleibt das internationale Umfeld anspruchsvoll, während tiefe Inflation und eine zuletzt etwas günstigere reale Wechselkursentwicklung die Schweizer Wirtschaft teilweise stützen.