Die Zahl der beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) registrierten Stellensuchenden – also sowohl arbeitslose als auch nicht arbeitslose Personen – nimmt in Graubünden seit Mitte 2024 wieder zu. Zunächst war dieser Anstieg als Rückkehr zur Normalität nach der aussergewöhnlich tiefen Arbeitslosigkeit der Jahre 2023 und 2024 zu interpretieren. Damals war der Arbeitsmarkt nach der Corona-Krise nahezu ausgetrocknet. Inzwischen zeigen sich jedoch deutliche Bremsspuren, die auf eine spürbare Abschwächung der Arbeitsmarktdynamik hinweisen.
Auch die Online-Stellenanzeigen bestätigen dieses Bild: Seit Anfang 2023 sind die Wachstumsraten negativ, was auf eine rückläufige Zahl offener Stellen hindeutet. In Graubünden setzte diese Entwicklung etwas früher ein als im Schweizer Durchschnitt, verläuft inzwischen aber in ähnlichem Tempo.