Die globalen Staatsanleihenmärkte standen im dritten Quartal 2026 stark unter Druck, da der anhaltende Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise deutlich steigen liess und die Inflationssorgen in den grossen Volkswirtschaften erneut verstärkte. Anders als bei der teilweisen Gegenbewegung zum Ende des zweiten Quartals stiegen die Renditen im Berichtszeitraum nahezu durchgehend an. Im September beschleunigte sich der Ausverkauf zusätzlich, als die Energiepreise neue Höchststände erreichten.
In den Vereinigten Staaten stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen von 4.48 % zu Quartalsbeginn auf 5.29 % zum Quartalsende, wobei der Anstieg vor allem in den letzten Septemberwochen erfolgte. Die Federal Reserve erhöhte ihren Leitzins Mitte September um 25 Basispunkte auf 4.00 % und reagierte damit auf den erneuten Inflationsdruck infolge stark gestiegener Treibstoffpreise. Die PCE-Inflation zog im Quartalsverlauf wieder an. Der monatliche August-Wert lag bei 0.31 % und verstärkte damit die Erwartungen einer restriktiveren Geldpolitik.
Auch europäische Staatsanleihen verzeichneten deutliche Kursverluste. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen stieg von 2.88 % auf 3.59 %, nachdem sie Ende September zwischenzeitlich rund 3.64 % erreicht hatte. Die EZB erhöhte im September ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2.50 % und verwies auf den anhaltenden Inflationsdruck infolge hoher Energiepreise. Die Inflation in den grössten Volkswirtschaften der Eurozone erreichte im September Mehrjahreshöchststände. Die Risikoaufschläge der Peripherieländer weiteten sich insbesondere im hochverschuldeten Frankreich mit +58% für zehnjährige Anleihen stark aus.
Japanische Staatsanleihen entwickelten sich ebenfalls schwach. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg von 2.71 % auf 3.07 %, nachdem sie im Quartalsverlauf vorübergehend rund 3.10 % erreicht hatte. Die Bank of Japan erhöhte im September ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1.25 % und setzte damit ihren geldpolitischen Normalisierungskurs fort. Gleichzeitig signalisierten «hawkishe» Ratsmitglieder die Möglichkeit eines schnelleren Straffungstempos, falls sich die Inflationsrisiken weiter erhöhen sollten.
Der GKB (LU) Staatsanleihen Welt (Anteilsklasse IH CHF) performte im dritten Quartal 2026 mit -4.07 % leicht schwächer als die Benchmark, welche -3.92 % an Wert einbüsste. Die längere Duration in europäischen Peripherieländern trug am wesentlichsten zur Underperformance bei.