Die globalen Staatsanleihemärkte erlebten im ersten Quartal 2026 eine erhöhte Volatilität, da die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten in einen umfassenden Konflikt im Iran eskalierten. Der Krieg löste die grösste Störung des Ölmarktes seit Beginn der Aufzeichnungen aus, liess die Energiepreise stark ansteigen und schuf ein komplexes politisches Dilemma für Zentralbanken, die zwischen Inflations- und Wachstumsrisiken navigieren müssen.
In den Vereinigten Staaten folgten die Renditen von Staatsanleihen einem volatilen Verlauf, da sich die Markterwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve drastisch veränderten. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen begann das Quartal bei 4,17 % und endete bei 4,32 %, wobei erhebliche untertägige Schwankungen durch widersprüchliche wirtschaftliche Signale verursacht wurden. Aufgrund des Konfliktes hatten Anleihehändler bis Mitte März jedoch sämtliche Erwartungen für Zinssenkungen im Jahr 2026 aufgegeben, wobei einige sogar Absicherungen gegen eine mögliche Zinserhöhung vornahmen, da sich die Inflationssorgen verstärkten. Fed-Vorsitzender Jerome Powell betonte Ende März, dass die langfristigen Inflationserwartungen weiterhin verankert seien und die Zentralbank nur begrenzten Einfluss auf Angebotsschocks habe, wie etwa durch kriegsbedingte Ölpreisanstiege. Die Federal Reserve beliess ihren Leitzins während des gesamten Quartals unverändert bei 3,75 %.
Europäische Staatsanleihen standen vor eigenen Herausforderungen, da die EZB mit steigenden Inflationsrisiken infolge hoher Energiepreise konfrontiert war. Die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen stiegen von 2,86 % zu Beginn des Quartals auf 3,00 % zum Quartalsende, was veränderte Zinserwartungen widerspiegelt. Die Marktbewertung für die Geldpolitik der EZB schwankte im März stark, wobei Händler zeitweise zwei Zinserhöhungen im Jahr 2026 vollständig einpreisten, bevor sie diese Erwartungen wieder reduzierten, als die Wachstumsbedenken zunahmen. Vertreter der EZB betonten, dass sie sich nicht auf einen bestimmten Zinspfad festgelegt hätten und weiterhin datenabhängig handeln würden.
Japanische Staatsanleihen verzeichneten unter den grossen Märkten die schwächste Entwicklung, da die Bank of Japan signalisierte, dass sie trotz globaler Unsicherheiten bereit sei, die Zinsen weiter zu erhöhen. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg im Quartalsverlauf von 2,07 % auf 2,35 %, mit besonders starken Anstiegen im März. Auf ihrer Sitzung im März beliess die BOJ ihren Leitzins unverändert bei 0,75 %, kündigte jedoch an, die Kreditkosten zu erhöhen, falls sich ihre Preisprognose bestätigen sollte.
Der GKB (LU) Staatsanleihen Welt (Anteilsklasse IH CHF) performte im ersten Quartal 2026 mit -1.54% leicht hinter der Benchmark, welche -1.35% an Wert einbüsste. Der Hauptfaktor für den Performance-Rückstand kommt im Wesentlichen von der längeren Duration in Europa, wobei insbesondere das Übergewicht in den Peripherieländern Italien, Spanien und Frankreich sowie die längere Duration in der UK belastete.