Die globalen Staatsanleihenmärkte standen im zweiten Quartal 2026 weiterhin unter Druck, da der anhaltende Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise hoch hielt und die Zentralbanken mit der schwierigen Kombination aus steigender Inflation und nachlassendem Wirtschaftswachstum konfrontierte. Nach einem deutlichen Renditeanstieg in allen wichtigen Märkten im April und Mai kam es im Juni zu einer teilweisen Gegenbewegung, als sich die Ölpreise etwas stabilisierten.
In den Vereinigten Staaten stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen von 4,32 % zu Quartalsbeginn auf einen Höchststand von 4,67 % Mitte Mai und schloss das Quartal bei 4,47 %. Die Federal Reserve beliess ihren Leitzins unverändert bei 3,75 %, während sich die Diskussion innerhalb der Notenbank zunehmend auf mögliche weitere Zinserhöhungen verlagerte. Die PCE-Inflation erhöhte sich im Mai auf 4,1 % gegenüber dem Vorjahr und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2023, wodurch die Erwartungen einer restriktiveren Geldpolitik zunahmen.
Auch europäische Staatsanleihen verzeichneten zunächst deutliche Kursverluste. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen stieg von 2,98 % auf rund 3,19 % und fiel bis Ende Juni wieder auf 2,86 %. Die EZB erhöhte im Juni ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,25 % und verwies auf den anhaltenden Inflationsdruck infolge hoher Energiepreise. Gleichzeitig betonte sie, dass weitere Zinsschritte von der wirtschaftlichen Entwicklung und den Inflationsdaten abhängen würden. Die Risikoaufschläge der Peripherieländer blieben insgesamt stabil.
Japanische Staatsanleihen entwickelten sich erneut schwächer als andere grosse Märkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg von 2,31 % auf 2,68 %, nachdem sie zwischenzeitlich rund 2,79 % erreicht hatte. Die Bank of Japan erhöhte im Juni ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,00 % und setzte damit ihren geldpolitischen Normalisierungskurs fort.
Der GKB (LU) Staatsanleihen Welt (Anteilsklasse IH CHF) performte im zweiten Quartal 2026 mit -0.10% auf Stufe der Benchmark, welche -0.11% an Wert einbüsste. Die Positionierung im europäischen (long duration) und japanischen (short duration) Segment lieferte positive Beiträge relativ zur Benchmark, während die USA und UK negativ zu relativen Rendite gegenüber der Benchmark beitrugen.