Der Ende Februar ausgebrochene Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Kapitalmärkte auch im zweiten Quartal in Atem gehalten. Die Kämpfe weiteten sich zu Beginn des Quartals weiter aus und trieben den Ölpreis der Sorte Brent auf über 120 US-Dollar je Barrel – den höchsten Stand seit 2022. Erst ein Mitte Juni zwischen den USA und dem Iran unterzeichnetes Rahmenabkommen brachte die erhoffte Entspannung: Die Strasse von Hormus wurde wieder für den Schiffsverkehr geöffnet, wenngleich sich der aufgestaute Tankerverkehr noch nicht normalisierte. Der Ölpreis gab daraufhin einen Grossteil seiner kriegsbedingten Gewinne wieder ab und näherte sich zum Quartalsende dem Vorkriegsniveau an. Diese anhaltende Unsicherheit hinterliess deutliche Spuren in der Konjunktur: Die Frühindikatoren fielen im Mai deutlich, bevor sie sich im Juni mit nachlassendem Preisdruck wieder stabilisierten. Auch die Inflation folgte diesem Muster und beschleunigte sich zunächst weiter auf 3.2 Prozent im Mai, ehe sie im Juni deutlich auf 2.8 Prozent zurückging.
Vor diesem Hintergrund vollzog die EZB im Berichtszeitraum eine Kehrtwende. Nachdem sie die Leitzinsen im April noch unverändert belassen hatte, hob sie den Einlagesatz im Juni um 25 Basispunkte auf 2.25 Prozent an und senkte gleichzeitig ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0.8 Prozent. Die Renditen deutscher Bundesanleihen nahmen diesen Schritt bereits vorweg. Sie zogen weiter an und erreichten Mitte Mai mit knapp 3.2 Prozent (10-jährige Bundesanleihen) den höchsten Stand seit 2011. Mit der Aussicht auf eine Deeskalation gaben die Renditen jedoch einen Teil ihres Anstiegs wieder ab. Auch bei den Kreditaufschlägen von Unternehmensanleihen beobachteten wir eine Rückbildung der Ausweitung aus dem Vorquartal.
Der GKB (LU) Obligationen EUR (Anteilsklasse I) verzeichnete im zweiten Quartal einen Zuwachs von 2.04 % (Benchmark: 1.95 %). Neben dem laufenden Ertrag wirkten sich die gesunkenen Zinsen sowie die reduzierten Kreditaufschläge positiv auf das Ergebnis aus. Auf Ebene der Sektoren zeigten sich insbesondere Sovereigns und Corporates mit einer starken Entwicklung, während Staatsanleihen und besicherte Anleihen einen moderaten Anstieg verzeichneten.