Die USA und Israel haben Ende Februar Angriffe auf das Mullah-Regime im Iran gestartet und damit eine erhöhte Volatilität an den Kapitalmärkten ausgelöst. Die Strasse von Hormus wurde für den Schiffsverkehr geschlossen, wodurch auch Öl- und LNG-Tanker die Meerenge nicht mehr passieren konnten. Die Preise für Energierohstoffe sind in der Folge deutlich angestiegen, da der Weltmarkt unterversorgt ist. In den ersten zwei Monaten des Jahres signalisierten Frühindikatoren eine Belebung der Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone. Zum Quartalsende schwächte sich diese Entwicklung jedoch abrupt ab – infolge des Irankriegs und der stark gestiegenen Energierohstoffpreise. In der Folge stieg die Inflation in der Eurozone allein im März um 1.2 Prozent.
Auch die Renditen von deutschen Bundesanleihen haben die gestiegenen Inflationserwartungen – vor allem am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve – eingepreist. So stiegen sie um bis zu 50 Basispunkte, während wir am langen Ende kaum Veränderungen verzeichneten. Mit der anziehenden Risikostimmung stiegen die Renditen von italienischen und französischen Staatsanleihen noch stärker an, was sich in entsprechend tieferen Kursen niederschlug. Auch die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen haben sich von sehr tiefen Niveaus auf knapp ein Prozent ausgeweitet.
Trotz der gestiegenen Zinsen und Kreditaufschläge verzeichnete der GKB (LU) Obligationen EUR (Anteilsklasse I) im ersten Quartal lediglich einen Rückgang von 0.68% (Benchmark -0.64%). Dies ist dem guten Jahresstart zu verdanken, welcher als Puffer diente. Die gestiegenen Renditen belasteten die Performance mit -1.45%, während der laufende Ertrag – aufgrund des ansprechenden Renditeniveaus – einen Beitrag von 0.85% leistete.