Der Nebel rund um die US-Handelspolitik hat sich im letzten Quartal weitgehend gelichtet. Nun ist klar: Für europäische Unternehmen gilt ein Satz von 15.0%, wobei verschiedene Waren ausgenommen sind. Damit rückte der Fokus wieder vermehrt auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sowie die Geldpolitik. So fiel das Wachstum der Eurozone im zweiten Quartal verhalten aus, und auch für das laufende Jahr erwarten wir weiterhin nur ein moderates Wachstum. Die Inflation scheint derweil unter Kontrolle zu sein: Im September lag die Teuerungsrate mit 2.2% leicht über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Entsprechend beliess die EZB die Leitzinsen im dritten Quartal unverändert. Der Einlagesatz liegt inzwischen bei 2.0% und dürfte damit etwa dem neutralen Niveau entsprechen. Die Renditen deutscher Bundesanleihen haben sich in der Berichtsperiode über die gesamte Zinsstrukturkurve hinweg leicht erhöht. Die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen fielen erneut auf aktuell sehr tiefe Niveaus. Weniger erfreulich verlief die Entwicklung der französischen Staatsanleihen. Eine hohe Staatsverschuldung, ein hohes Budgetdefizit sowie politische Unsicherheiten führten zu einer Ausweitung der Renditespreads gegenüber deutschen Bundesanleihen, während sich die Spreads der meisten anderen Länder weiter verengten. Dies ist besonders relevant, da Frankreich der grösste Schuldner in der Benchmark ist.
Der GKB (LU) Obligationen EUR (Anteilsklasse I) entwickelte sich im dritten Quartal seitwärts (+0.03%), während die Benchmark 0.17% zulegte. Der laufende Ertrag sowie tiefere Kreditaufschläge schlugen positiv zu Buche, während die gestiegenen Staatsanleihen-Renditen für einen negativen Beitrag sorgten.