Die Wirtschaft in den USA wuchs im zweiten Quartal 2025 mit einer annualisierten Rate von rund 3.3 Prozent stärker als erwartet, getragen von einem Anstieg der Verbraucherausgaben. Insgesamt zeigt die US-Wirtschaft eine bemerkenswerte Resilienz. Der Arbeitsmarkt zeigt eine Abschwächung, mit deutlich reduzierten Stellenzuwächsen gegenüber den Vorperioden. Die Inflationsrate stabilisiert sich auf einem Niveau, das weiterhin über dem Zielwert der Fed liegt. Unternehmen zögern jedoch noch, die gestiegenen Kosten vollständig an die Endverbraucher weiterzugeben.
Das Wachstum in der Eurozone bleibt mit rund 0.3 Prozent im dritten Quartal 2025 moderat – gestützt durch Privatkonsum und Investitionen, vor allem im Dienstleistungssektor. Die Inflation liegt leicht über dem EZB-Ziel von 2 Prozent, der Arbeitsmarkt bleibt robust. Die Handelsspannungen sowie die Aufwertung des Euros belasten Exporte und Investitionen leicht, vor allem in der Industrie.
In der Schweiz schwächt sich das Wachstum ab, was sich im dritten Quartal 2025 in einem Rückgang des BIP um 0.5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zeigt. Diese Entwicklung ist geprägt von geringerem Konsum und rückläufigen Investitionen, vor allem belastet durch hohe US-Zölle. Die Inflation ist weiterhin sehr tief. Die SNB hält an ihrer vorsichtigen Zinspolitik fest und zeigt sich zurückhaltend gegenüber der Einführung von Negativzinsen.
China zeigt ein stabiles Wirtschaftswachstum von 4.8 Prozent im dritten Quartal 2025, angetrieben von Industrie und staatlichen Investitionen. Trotz des robusten Wachstums stellen Binnennachfrage und Immobilienkrise weiterhin eine Herausforderung dar. Die Inflation bleibt moderat nahe des Zielniveaus, mit deflationären Tendenzen.