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Globaler Aufschwung beschleunigt Schweizer Wirtschaft.

Datum: 12.07.2021 
Autor: Adrian Schneider

Die Unterstützungsmassnahmen der Regierungen sowie die Geldpresse der Notenbanken haben eine Wachstumswelle der globalen Wirtschaft ausgelöst. Dies beflügelt auch die Schweizer Wirtschaft.

«Der Konjunktur stehen gute Zeiten bevor.»


Die Wirtschaft brummt und Amerika geht einmal mehr als Lokomotive der Weltwirtschaft voraus. Die massiven fiskalpolitischen Massnahmen sowie eine erfolgreiche Impfkampagne sorgen für eine positive Wachstumsdynamik. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für Amerika neu ein Wachstum von 7 Prozent für das Jahr 2021. Eine Wachstumsrate in dieser Höhe wurde seit 1984 nicht mehr erzielt. Für 2022 prognostiziert der IWF ein Wachstum von rund 5 Prozent.

Die in einzelnen Regionen wieder stark ansteigenden Corona-Neuinfektionen aufgrund der Delta-Mutationen sorgten an den Finanzmärkten zwischenzeitlich für eine gewisse Unsicherheit. Insbesondere in Europa sowie in einigen asiatischen Schwellenländern stiegen die Fallzahlen wieder deutlich an. Die Entwicklung der Renditen an den Obligationenmärkten, insbesondere in den USA, machten im Verlaufe der letzten Woche damit verbundene Wachstumsängste sichtbar. Eine hohe Impfdurchdringungsquote sollte in Europa und in den USA jedoch dafür sorgen, dass die steigenden Infektionszahlen keinen grossen Dämpfer für die konjunkturelle Entwicklung bedeuten.

Der globale Wachstumsschub beflügelt auch die Schweizer Wirtschaft. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung der Schweiz bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau zu liegen kommt. Das Wachstum macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Gemäss SECO sank die Arbeitslosenquote von 3.1 Prozent im Mai auf 2.8 Prozent im Juni. Die Erholung am Arbeitsmarkt trifft damit früher und stärker ein als erwartet.

Der Konjunktur stehen somit gute Zeiten bevor. Dies bestätigt auch das Konjunkturbarometer der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich sowie die Expertengruppe des Bundes. Die Expertengruppe erwartet für das Jahr 2021 ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 3.6 Prozent und für das kommende Jahr 3.3 Prozent. Damit liegen beide Werte deutlich über dem historischen Durchschnitt. Und auch das Konjunkturbarometer deutet auf eine sehr positive konjunkturelle Entwicklung hin.

Das grösste Risiko für die Erholung ist ein anhaltender Preisdruck mit steigenden Langfristzinsen. Das Risiko einer höheren Belastung für Unternehmen und Staaten als Resultat der höheren Verschuldung während der Corona-Krise und eine Korrektur der Finanzmärkte hätten negative Folgen für die Konjunkturerholung.

Das positive konjunkturelle Umfeld und die anhaltende Unterstützung der Notenbanken sind gute Nachrichten für Anlegerinnen und Anleger. Die Unternehmen werden ihre Gewinne weiter steigern können, was sich in höheren Aktienkursen widerspiegeln wird. Darauf deutet aktuell auch die anstehende Berichtssaison für das zweite Quartal hin – denn die Gewinnprognosen der S&P 500-Unternehmen sind optimistisch.

 

Gemeinsam wachsen.