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Diverse Unsicherheiten sorgen für Unruhe an den Aktienmärkten.

Datum: 07.10.2021 

Aktuell sorgen diverse Unsicherheiten an den internationalen Aktienmärkten für Unruhe. Auslöser war die Krise am Immobilienmarkt in China. Zusätzlich belasten die Corona-Pandemie, dadurch bedingte Lieferengpässe und steigende Öl-/Gaspreise – was die Gefahr einer länger anhaltenden Inflation erhöht - sowie die Erhöhung der Schuldenobergrenze in den USA. 


Eine Verlängerung der Schuldenobergrenze bis Dezember bringt hier aber eine leichte Entspannung. Aufgrund der steigenden Inflation und dem damit verbundenen Zinsanstieg ist an den Aktienmärkten ist in den letzten Tagen eine starke Sektor- und Stilrotation zu beobachten.

Während Technologieunternehmen an Wert einbüssen profitieren Finanz- und Energietitel. Energieunternehmen profitieren zusätzlich von stark steigenden Ölpreisen. Diese kletterten in den vergangenen Tagen auf Mehrjahreshöchststände. Wirft man einen Blick auf die Aktienstile wird ersichtlich, dass Wachstums- und Qualitätstitel in den letzten Tagen an Wert eingebüsst haben. Value-Titel und Small-Caps haben sich besser entwickelt.


Wie geht es an den Aktienmärkten weiter?

Anlegerinnen und Anleger warten gespannt auf die anstehende Unternehmensberichtssaison. Gute Geschäftszahlen würden die Märkte stützen. Gewinnrevisionen beziehungsweise ein weniger positiver Ausblick, getrieben von steigenden Rohstoffpreisen und damit verbundenem Margendruck, könnten negativ wirken.

 

GKB Einschätzung

Unser Basisszenario einer länger anhaltenden wirtschaftlichen Erholung bleibt intakt. Der Wachstumshöhepunkt ist allerdings überschritten. Die Konjunkturdaten haben jüngst enttäuscht. Nichtsdestotrotz erwarten wir ein Wachstum, das in den kommenden Quartalen über Potenzial liegt.

Ist der starke Inflationsanstieg nur temporär Natur und befindet sich die globale Wirtschaft weiterhin auf dem eingeschlagenen Wachstumspfad werden die Aktienmärkte in einen langfristigen Aufwärtstrend übergehen. Die Gefahr eines Börsen-Crashes ist unserer Meinung nach weiterhin gering. Die Aktienmärkte werden kurz- bis mittelfristig jedoch weniger stark steigen, als dies in der ersten Phase der Erholung von der Corona-Krise der Fall war. Im Rahmen der GKB Anlagestrategie halten wir an der Übergewichtung der Aktienquote fest.


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