GKB Postplatz

GKB Anlagepolitik Januar 2022

Erhöhung der Goldquote

Datum: 02.02.2022 
Autor: Adrian Schneider

​Der Start ins Anlagejahr 2022 ist geprägt von steigenden Zinsen, einer Rotation von Wachstums- zu Value-Aktien und erhöhter Volatilität.

Innerhalb der Anlageklassen zählt der Rohstoffsektor zu den Gewinnern. Edelmetalle konnten bisher jedoch nicht von diesem Trend profitieren. Aufkommende, geopolitische Unruhen könnten nun jedoch die Nachfrage nach sicheren Häfen ansteigen lassen.

Der Goldpreis ist in einem engen Seitwärtsband zwischen USD 1‘790 und 1‘850 pro Unze gefangen. Dies ist bemerkenswert, da die US-Realzinsen so rasch gestiegen sind wie seit langem nicht mehr. Ein Anstieg der Realzinsen ist normalerweise ein negatives Zeichen für die Preisentwicklung des gelben Edelmetalls. Dieses Mal reagierte der Goldpreis jedoch nicht mit Preisabgaben. Auch der Anstieg des US-Dollars hatte vorerst nicht zu Preisdruck geführt.

Die Entkoppelung deutet darauf hin, dass die Anlegenden den bestehenden Unsicherheiten mehr Aufmerksamkeit schenken und sichere Häfen gesucht sind. Grund für diese Unsicherheiten sind bestehende Inflationsängste und die schwelenden Unruhen in der Ukraine.

Wie die untenstehende Abbildung darstellt, ist die steigende Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold auch an den Gold-ETF Positionen sichtbar. Die Gold ETF’s verzeichneten in den letzten Tagen Zuflüsse im Bereich von 34 Tonnen.


Goldpreisentwicklung


Wir nehmen die aufkommenden Unsicherheiten zum Anlass  das aktuelle Untergewicht im sicheren Hafen Gold auf ein Neutralgewicht anzuheben. Obwohl höhere Realzinsen nicht für höhere Goldpreise sprechen, schätzen wir den Mehrwert einer Goldanlage als Diversifikator in einem Umfeld von erhöhten geopolitischen Unsicherheiten und Marktschwankungen als gewichtiger ein und erhöhen die Goldquote.


Positionierung Januar 2022




Gemeinsam wachsen.