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Aktien: Ein "Good Buy" im Anlagejahr 2021

Datum: 03.01.2022 

Das Anlagejahr 2021 ist Geschichte. Es ist somit Zeit ein Resümee zu ziehen. Vorne weg - Anlegerinnen und Anleger, die in gut diversifizierte Anlagestrategien investiert waren, werden sich über den Inhalt ihrer Depotauszüge freuen. Wer bereit war in Aktien zu investieren wird Renditen im oder nahe am zweitstelligen Prozentbereich vorfinden.

«Auf ein erfolgreiches Anlagejahr 2022.»

 

Die Aktienmärkte haben 2021 ein sehr gutes Jahr erlebt. Angetrieben wurden sie von der weiteren Erholung der Pandemie, einem starken Wachstum der Unternehmensgewinne und von anhaltend niedrigen Renditen. Die weiterhin sehr expansive Geldpolitik von Zentralbanken rund um den Globus trieben die Aktienkurse weiter an. Der Schweizer Gesamtmarkt SMI erzielte eine Rendite inklusive Dividenden von 23.7 Prozent und schloss somit das dritte Jahr in Folge mit einer positiven Rendite. Am stärksten entwickelte sich der Luxusgüterkonzern Richemont mit einem Plus von 75 Prozent. Das Schlusslicht im SMI bildet die Credit Suisse mit einem Minus von 23 Prozent. Einen Blick auf den breiter gefassten Swiss Performance Index (SPI), zeigt, dass sieben Unternehmen aus dem Schweizer Aktienmarkt es sogar geschafft haben, den Aktienkurs zu verdoppeln. Dazu gehört zum Beispiel eine Swissquote mit 136 Prozent Rendite oder eine VAT Group mit 109.4 Prozent Anlageerfolg. Von 217 aktiven Titeln des SPI's weisen aber auch 68 eine negative Rendite aus, was dazu führt, dass undisziplinierte Investoren auch in diesem erfolgreichen Jahr Geld verlieren konnten.

Der beste Aktienindex im entwickelten Europa ist in Österreich zu finden. Dort haben beispielsweise eine Erste Group Bank oder auch eine OMV den Markt im Vergleich zum Beginn des Jahres um 43 Prozent höher notieren lassen. Wer im Jahr 2021 global in ein breit diversifiziertes Aktienportfolio investierte, konnte sein Vermögen gemessen am MSCI Welt in Schweizer Franken um bis zu 26 Prozent vermehren. Mit dem GKB (CH) Aktien Welt ESG Fonds lagen sogar 33 Prozent drin. Aktienanlagen waren im Jahr 2021 also ein «good buy» und deren Performance wird viele Anlegerinnen und Anleger erfreuen.

Investoren, die in den breiten Schweizer Obligationen Markt und Schweizer Staatsanleihen investiert haben, haben zwar Sicherheit gewonnen aber Performance verloren. Gleiches gilt für Anlagen in physisches Gold. Immobilien und Rohstoffe auf der anderen Seite zählen ebenfalls zu den Gewinnern des Anlagejahrs.

Wir sagen nun aber «goodbye» 2021 und schauen nach vorne. Im Jahr 2022 erwarten wir nicht mehr so stark steigende Aktienmärkte wie im 2021 – gehen aber trotzdem von einem guten Anlagejahr aus. Steigenden Renditen an den Obligationenmärkte und die restriktivere Geldpolitik dürften nur für leichten Gegenwind sorgen an den Aktienmärkten. Die Risikoprämie, welche Aktien gegenüber Obligationen abwirft, liegt immer noch über dem längerfristigen Durchschnitt. Solange dies so bleibt, werden Aktien in der Gunst der Investoren bleiben und die Portfoliowerte steigen lassen.

 

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Anlagejahr 2022.

 

Adrian Schneider, Leiter Investment Center bei der Graubündner Kantonalbank

 

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