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US-Notenbank schlägt Normalisierungspfad ein.

Datum: 27.09.2021 
Autor: Adrian Schneider

Die Aktienmärkte rund um den Globus haben eine ereignisreiche Woche hinter sich. Die Finanzmärkte waren zu Beginn der letzten Woche vor allem durch das in Schwierigkeiten geratene chinesische Immobilienunternehmen Evergrande Group geprägt. Auch etwas schwächere Wirtschaftsdaten und die Tapering-Pläne der US Notenbank Fed standen im Fokus.


«Das geldpolitische Umfeld bleibt unterstützend.»


Die Aktienmärkte schlossen in diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld ungefähr auf dem Niveau der Vorwoche. Im heutigen Anlage-Fokus werfen wir einen detaillierteren Blick auf die September Sitzung der US-Notenbank Fed.


Am Mittwoch stand die Bekanntgabe der Resultate der September Sitzung der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt. Anlegerinnen und Anleger blickten mit Spannung auf die Kommunikation des Offenmarktausschusses zu den Tapering-Absichten.


Der US-Notenbankchef Jerome Powell hat dabei bekannt gegeben, dass die Zentralbank ihr massives Anleihekaufprogramm herunterfahren wird: Die Fed beabsichtig also die Geldpresse zu stoppen. Der genaue Zeitpunkt der Drosselung wurde noch nicht verkündet, jedoch geht der Chef selbst davon aus, dass die Anleihekäufe bis Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen sein werden. Die Fed kauft aktuell noch monatlich für rund USD 120 Mrd. Anleihen am Markt und sorgt so für gute Finanzierungsbedingungen für Unternehmen. Die Fortschritte in der Erholung des Arbeitsmarktes sowie der Inflation reichen aber aus, um das sogenannte Tapering zu starten. Besonders bei der Erreichung des Inflationsziels seien beträchtliche Fortschritte erzielt worden und eine solide Entwicklung des Arbeitsmarktes reiche aus, um auch dem Ziel der Vollbeschäftigung genügend nahe zu kommen: Die Fed ist somit mit der Zielerreichung auf Kurs.


Nach dem Tapering ist vor der Zinserhöhung. So deuten die Prognosen der US-Notenbank darauf hin, dass in den USA erste Zinserhöhungen wohl bereits gegen Ende 2022 erfolgen werden. Alles in allem sorgte der Bericht des Offenmarktausschusses nicht für grosse Überraschungen. Der Markt war gut auf die Nachrichten vorbereitet und die Erholung vom Evergrande Schock wurde entsprechend fortgeführt.


Von den grossen Zentralbanken der Industrieländer haben letzte Woche zudem auch die Bank of Japan und die Schweizerische Nationalbank ihre geldpolitische Lagebeurteilung vorgenommen - erwartungsgemäss führen diese ihre expansive Geldpolitik unverändert fort. In den Schwellenländern hingegen nimmt die geldpolitische Straffung an Fahrt auf. Letzte Woche hat die brasilianische Notenbank den Leitzins wiederum um ein Prozent erhöht.


Für unsere Positionierung im Rahmen der GKB Anlagestrategie haben diese Nachrichten keine direkten Auswirkungen. Die expansive Geldpolitik sorgt weiterhin für sehr gute Finanzierungsbedingungen für Unternehmen. Zudem unterstützen diverse Fiskalprogramme das globale Wachstum nach wie vor. Das sind gute Nachrichten für Anlegende, da dieses Umfeld die Märkte weiterhin unterstützen wird.




Gemeinsam wachsen.