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Chur, 30. Juli 2010

Entwicklung Geschäftsvolumen:

  • Zunahme Kundenvermögen um +2.6%, Neugeldzufluss CHF 962.5 Mio.
  • Wachstum Kundenausleihungen +0.8 %, davon Hypotheken +1.7%

Entwicklung Ertrag/Kosten/Gewinn:

  • Reingewinn vor Reservebildung ohne Minderheiten CHF 96.0 Mio. (-5.9%)
  • Konzerngewinn CHF 70.5 Mio. (+6.0%)
  • Erfolg aus Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um +10.4% gesteigert
  • Tiefes Zinsniveau drückt Zinserfolg um -2% auf CHF 125.2 Mio.
  • Mindereinnahmen aus dem Handelsgeschäft und dem übrigen ordentlichen Erfolg belasten den Ertrag (-42.3% oder CHF 7.9 Mio.)

Erwartung bis Jahresende:

  • Neugeldzufluss über Budget
  • Bruttogewinn von CHF 210 bis 220 Mio., leicht unter Budget
  • Gewinn je PS (EPS) CHF 74



Erfreuliche Entwicklung im Private Banking

Zum markanten Neugeldzufluss von CHF 962.5 Mio. haben beide Tochtergesellschaften, Privatbank Bellerive AG (PBB) und Private Client Bank (PCB), wesentlich beigetragen. «Damit bestätigt sich unsere Strategie, im Private Banking ergänzend zum Stammhaus auch über Beteiligungen zu wachsen», kommentiert CEO Alois Vinzens das erfreuliche Geschäftsergebnis der Graubündner Kantonalbank. Während sich die Ausleihungen an private Kunden wiederum erfreulich entwickelten (+2.5%), führten Rückzahlungen von Krediten von Grosskunden zur Liquiditätsvorsorge aus der Zeit der Finanzkrise zu einem insgesamt unterdurchschnittlichen Wachstum im Ausleihungsgeschäft (+0.8%). Insgesamt stieg das Geschäftsvolumen um CHF 740 Mio. auf erstmals CHF 39 Mrd.

Wachstum im Kommissionsgeschäft

Auch die Ertragsentwicklung bestätigt die strategischen Bemühungen der Graubündner Kantonalbank, Erträge durch Stärkung des Anlagegeschäfts im Stammhaus und über Beteiligungen zu diversifizieren. Während im Zinsdifferenzgeschäft das anhaltend tiefe Zinsniveau das Ergebnis belastet (-2.0%), erfreut sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft über Mehrerträge von CHF +5.3 Mio. oder +10.4%. Einerseits lieferte das Stammhaus einen deutlichen Mehrertrag von +8.6%, andererseits trug die PCB mit CHF +2.0 Mio. wesentlich zum Wachstum dieser Ertragskomponente bei. Wertverluste auf den Finanzanlagen und das markant gesunkene Handelsergebnis (-35.2%) sind die wesentlichen Gründe, dass die Graubündner Kantonalbank mit CHF 192.9 Mio. (-2.6%) einen leicht tieferen Bruttoertrag erwirtschaftete.

Moderater Anstieg des Geschäftsaufwandes dank Synergien

Einsparungen dank der Informatikmigration der PBB auf die mandantenfähige Plattform von Finnova – bei gleichzeitiger Übernahme sämtlicher Abwicklungsprozesse durch die Graubündner Kantonalbank – wirkten sich bereits im ersten Halbjahr positiv aus. Der moderate Anstieg des Geschäftsaufwandes um +1.8% resultiert aus den gestiegenen Personalkosten. Bei diesen Kosten wirkte sich zudem die Wachstumsstrategie der PCB aus.

Risikokosten weiterhin tief

Der wesentlich kleinere Abschreibungsbedarf von beinahe -25% im Vergleich zur Vorjahresperiode ist auf Sofortabschreibung des Goodwills per 30.6.2009 aus der Erhöhung der Beteiligung der PCB an der PBB zurückzuführen. Dank dem positiven wirtschaftlichen Umfeld und einer umsichtigen Bewirtschaftung des Kreditportfolios lieferten die Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungen wiederum einen Ergebnisbeitrag in der Höhe von CHF 1.9 Mio. (1. Sem. 2009: CHF 2.9 Mio.). Der ausgewiesene Konzerngewinn stieg um +6.0% auf CHF 70.5 Mio.

Strategische Zielwerte übertroffen

Trotz steigendem Eigenkapital erreicht die Graubündner Kantonalbank eine Rentabilität von 10.7%. Auch die Produktivität gemessen an der Cost-/Income Ratio II (Geschäftsaufwand inkl. Abschreibungen im Verhältnis zum Ertrag) ist ausgezeichnet und liegt mit 49.3% weiterhin unter der 50%-Marke. Die strategischen Zielwerte bezüglich Rentabilität und Produktivität wurden übertroffen.

Starke Eigenkapitalbasis

Die GKB gehört mit einer Eigenkapitalquote von 10.8% zu den bestkapitalisierten Retailbanken in der Schweiz. An der Strategie einer starken Eigenkapitalbasis wird die Bank auch weiterhin festhalten. «Wir nehmen zu Gunsten der Sicherheit bewusst eine etwas tiefere Eigenkapitalrendite in Kauf», hält CEO Alois Vinzens fest.

Ausblick bis zum Jahresende

Wegen der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten rechnet die Graubündner Kantonalbank neu mit einem Bruttogewinn von CHF 210 bis 220 Mio. und einem leicht über Budget liegenden Gewinn je PS von CHF 74.


Wichtigste Kennzahlen der Graubündner Kantonalbank


Kennzahlen GKB (in CHF 1'000)


Erfolgsrechnung

1. HJ 2010

1. HJ 2009

Veränderung Vorjahr

Bruttoertrag

192'857

198'037

-5'180

-2.6%

Geschäftsaufwand

88'658

87'071

1'587

1.8%

Bruttogewinn

104'199

110'966

-6'767

-6.1%

Zwischenergebnis

93'954

97'346

-3'392

-3.5%

Konzerngewinn

70'529

66'562

3'967

6.0%

Bilanz

30.06.2010

31.12.2009

Veränderung Vorjahr

Kundenausleihungen

13'453'223

13'347'673

105'550

0.8%

Kundenvermögen

25'506'704

24'872'250

634'454

2.6%

Eigene Mittel vor Gewinnverwendung ohne Minderheiten

1'840'700

1'839'307

1'393

0.1%

Risikogewichtete Aktiven (inkl. operationelle Risiken)

10'358'690

10'072'260

286'430

2.8%

Bilanzsumme

17'009'028

16'125'320

883'708

5.5%

Kennzahlen

1. HJ 2010

1. HJ 2009

Veränderung Vorjahr

Gewinn vor Reservebildung ohne Minderheiten

95'997

102'010

-6'013

-5.9%

Nettoneugeld (Net New Money)

962'459

-187'989

1'150'448

612.0%

Cost / Income-Ratio I

46.0%

44.0%

2.0%-P

4.6%

Cost / Income-Ratio II (exkl. Goodwill)

49.3%

47.0%

2.3%-P

4.8%

Rentabilität / ROE

10.7%

12.1%

-1.4%-P

-11.4%

Gewinn je PS (EPS)

38.40

40.80

-2.40

-5.9%

BIZ-Ratio (Tier 1)

17.7%

17.2%

0.5%

2.9%


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Vorsitzender der Geschäftsleitung +41 81 256 94 26


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