Halbjahresabschluss 2021: Starkes Konzernwachstum dank exzellentem Anlagegeschaeft

Die Graubündner Kantonalbank (GKB) erntet die Früchte des strategischen Ausbaus des Anlagegeschäftes unterstützt von starken Aktienmärkten. Gleichzeitig verzeichnete die Bank ein erfreuliches Ausleihungswachstum. Der Konzerngewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um +17.6% auf 112.1 Mio. Franken. Mit dem Rückenwind des ersten Semesters verbessern sich auch die Aussichten für das ganze Geschäftsjahr. Die Innovationen im Vorsorgebereich entwickeln sich sehr erfreulich.

Die Kennzahlen: 

  • Konzerngewinn: CHF 112.1 Mio. / +17.6%
  • Geschäftserfolg: CHF 127.1 Mio. / +31.3%
  • Neugeldzufluss (Net New Money): CHF +1‘297.5 Mio. / +3.4%
  • Hypothekarwachstum: CHF +469.3 Mio. / +2.6%
  • Cost/Income-Ratio II: 45.0%
  • Rentabilität (RoE): 8.4%

«Das Halbjahresergebnis mit einem Wachstum im Kommissionsgeschäft von stolzen +41.4% bestätigt uns, dass wir strategisch die Segel mit dem Ausbau des Anlagegeschäftes und den Beteiligungen im Vermögensverwaltungsgeschäft richtig gesetzt haben», hält Bankpräsident Peter Fanconi fest. CEO Daniel Fust äussert sich höchst erfreut über die Widerstandsfähigkeit der Bank: «Wir zeigten in der herausfordernden Zeit von COVID-19 eine bemerkenswerte Resilienz. Die gesamte Mannschaft ist den Veränderungen sportlich entgegengetreten. Die gesunde Struktur der Bank macht uns zudem weniger anfällig gegenüber Krisen».

Geschäftserfolg: +31.3% gegenüber Vorjahresperiode auf CHF 127.1 Mio.
Der Geschäftserfolg (CHF 127.1 Mio. / +31.3%) profitierte von deutlich höheren Erträgen aus dem Anlagegeschäft und Erträgen auf den Finanzanlagen Wertschriften. Die Mehrerträge erhöhten den Konzerngewinn bei einem moderaten Kostenanstieg deutlich auf CHF 112.1 Mio. (+17.6%). Der Gewinn je Partizipationsschein stieg gegenüber der Vorjahresperiode um +20.1% auf CHF 44.60.

Geschäftsertrag: Steigerung in allen zentralen Ertragskomponenten
Sämtliche zentralen Ertragskomponenten haben zu einer Steigerung des Geschäftsertrages auf CHF 233.4 Mio. beigetragen. Die Ertragssteigerung von CHF +33.2 Mio. (+16.6%) ist im Wesentlichen auf die Akquisitionsleistung der Bank sowie das gute Börsenumfeld zurückzuführen. Nutzen konnte die GKB diese, weil die Bank mit dem eigenen Anlagegeschäft und den Tochtergesellschaften Albin Kistler AG und Privatbank Bellerive AG gut positioniert ist. Das erfolgreiche Management der SNB-Freigrenze resultierte in der Summe in einem positiven Mehrertrag (+2.2%) im Zinsengeschäft. Die Kreditrisiken gemessen an den Positionen ohne regelmässige Zins- oder Amortisationszahlungen (NPL) reduzierten sich trotz Volumenwachstum weiter. 

Quote Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg auf 37.1%
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg markant um +41.4% auf CHF 84.9 Mio. (CHF +24.9 Mio.). Die Quote des Kommissionsgeschäftes am Gesamtertrag erhöhte sich durch den erwähnten Ertragszuwachs auf 37.1% (Vorjahresperiode: 30.7%). Das gesteigerte Anlagevolumen der Kunden, der Ausbau des Mandats- und Fondsgeschäfts im Stammhaus sowie die Erfolgshonorare bei Albin Kistler AG erklären die Steigerung. Das Volumen der GKB Fonds stieg vom 31. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021 um +27.6% auf CHF 2.8 Milliarden.

Cost/Income-Ratio I: 42.5%
Der Geschäftsaufwand (CHF 97.3 Mio.) inklusive Abgeltung Staatsgarantie stieg gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 3.0 Mio. (+3.2%). Aus der Kostenentwicklung sind die Investitionen in die Vorwärtsstrategie und Personalkosten abzulesen. Die Produktivität ist aufgrund des ausserordentlichen Ertragszuwachses deutlich gestiegen. Die Cost/Income-Ratio II reduzierte sich auf 45.0% (–6.1%-Punkte), die Cost/Income-Ratio I reduzierte sich sogar auf 42.5%.

Netto akquiriertes Ausserbilanzvolumen: +1.1 Milliarden Franken
Mit dem Halbjahresabschluss 2021 wird im GKB Konzern ein starker Anstieg des Geschäftsvolumens auf CHF 62.6 Milliarden (+6.4%) ausgewiesen. Im Anlagegeschäft konnte ein hoher Neugeldzufluss im Ausserbilanzvolumen von CHF +1.1 Mia. (+5.1%) verzeichnet werden. Die Bank steigerte das Ausleihungsvolumen an Kundinnen und Kunden um CHF 460.6 Mio. (+2.2%). Der Hypothekarbestand stieg um +2.6% auf CHF 18.4 Mia. Das ausgewiesene Kundenvermögen erhöhte sich mit Unterstützung einer positiven Marktperformance um +8.6% auf CHF 41.4 Mia. 

Strukturelle Krisenfestigkeit bewiesen
Die GKB kann sich über eine Struktur freuen, die der Bank für Krisen unterschiedlicher Art Resilienz verleiht. Überdurchschnittliche Stossdämpfer in der Form von Eigenkapital (CHF 2’741 Mio. / CET-1: 19.9%) und Wertberichtigungen / Rückstellungen (CHF 242.8 Mio.) sichern die langfristige Existenz. Die hohe Produktivität (Cost/Income-Ratio I: 42.5%), die diversifizierten Erträge sowie die geografische Diversifikation der Hypothekarkredite reduzieren gleichzeitig das Risiko eines grösseren Ertragsrückschlages. 

Ausblick 2021: Konzerngewinn 200 Millionen Franken
Aufgrund der Semesterzahlen erhöht die GKB den Ausblick für 2021. Die angepasste Prognose unterstellt ein freundliches Umfeld an den Kapitalmärkten sowie bei den Kreditrisiken. Der aktuell erwartete Konzerngewinn liegt erstmalig bei CHF 200 Millionen und der Gewinn je Partizipationsschein bei CHF 78.00 und damit deutlich über dem Jahr 2020. 

Mit Diventa AG und GKB Gioia 3a Position als kompetenter Partner im Vorsorgemarkt gestärkt
Die Diventa AG, eine im September 2020 gegründete unabhängige Verwaltungsgesellschaft für Vorsorgelösungen, nahm am 1. Januar erfolgreich den operativen Betrieb auf. Das Joint-Venture zwischen der GKB und der ÖKK ist kapitalmässig umgesetzt und der Verwaltungsrat mit Stefan Schena, CEO ÖKK, ergänzt worden. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass ein Vorsorge-Hub einem Marktbedürfnis entspricht. Unter dem Label „Gioia 3a – Macht Vorsorge zu Vorfreude“ lancierte die GKB zudem eine digitale Vorsorge-App für Sparen 3, mit dem Anspruch einfach, schnell und übersichtlich zu sein. Die Wertschriftenanlagen orientieren sich am GKB Nachhaltigkeitsansatz. Mit den beiden Initiativen setzt die GKB ein deutliches Zeichen, ihre Position als kompetente Partnerin für professionelle Anlagelösungen zu schärfen; für Pensionskassen und Stiftungen wie auch für Privatpersonen. 

 

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